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Siemens streicht 6900 Stellen

Sparprogramm Mit einem massiven Arbeitsplatzabbau und mit Werksschliessungen reagiert der deutsche Technologiekonzern Siemens auf die Probleme in seiner Kraftwerks- und in seiner Antriebssparte. Die Gewerkschaft IG Metall zeigt sich schockiert und kündigt Widerstand an: «Ein Stellenabbau in dieser Grössenordnung ist angesichts der hervorragenden Gesamtsituation des Unternehmens völlig inakzeptabel.»

Wie Siemens mitteilte, will der Konzern in den nächsten Jahren weltweit 6900 Arbeitsplätze streichen. Die Schweiz werde kaum betroffen sein, weil Siemens in den betroffenen Sparten hierzulande keine Produktionsstätten hat. Mit Abstand am stärksten betroffen ist die Kraftwerkssparte, die unter der Energiewende leidet und 6100 Stellen abbauen soll. «Wir werden diese Massnahmen sorgfältig, umsichtig und langfristig anlegen», versprach Personalchefin Janina Kugel.

«Weltweite Überkapazitäten»

Allein 2600 Stellen in der Kraftwerkssparte verliert Deutschland. Die Turbinenwerke in Görlitz (720 Angestellte) und Leipzig (200) sollen geschlossen werden, das Werk in Erfurt wird womöglich verkauft. Im Werk in Mülheim an der Ruhr will Siemens 640 Stellen abbauen, in Berlin 300. Siemens müsse «Antworten auf die weltweiten Überkapazitäten und den dadurch ausgelösten Preisdruck finden», sagte Kugel. Im Geschäft mit elektrischen Antrieben werden 760 Arbeitsplätze gestrichen, der grösste Teil davon in Berlin. Auch hier gebe es deutliche Überkapazitäten.

Ob Siemens ohne Entlassungen auskommen werde, liess der Konzern offen. Möglichst viele der Betroffenen sollen auf die 3200 freien Stellen im Konzern vermittelt werden.

Angesichts des Vormarsches erneuerbarer Energie aus Wind und Sonne sinkt die Nachfrage nach Kraftwerken, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, drastisch. Aber auch im Geschäft mit erneuerbaren Energien hat Siemens Probleme: Die fusionierte Windanlagen-Tochter Siemens Gamesa hat bereits den Abbau von 6000 Arbeitsplätzen angekündigt. (rtr/sda)

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