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SFS knapp auf Wachstumskurs

Der Rheintaler Weltkonzern spürt die weltweiten Handelskonflikte und das Schwächeln der Autoindustrie.
Kaspar Enz
Dank Zukäufen konnte die Heerbrugger SFS ihren Umsatz leicht steigern. Bild: Christian Beutler/Keystone (12. Februar 2016)

Dank Zukäufen konnte die Heerbrugger SFS ihren Umsatz leicht steigern. Bild: Christian Beutler/Keystone (12. Februar 2016)

Bereits in der zweiten Hälfte des letzten Jahres verzeichnete die Rheintaler SFS Group einen Rückgang der Nachfrage, der sich dieses Jahr fortsetzte. Das Unternehmen, das weltweit in der Befestigungstechnik tätig ist, konnte zwar ein Umsatzplus von 1,4 Prozent auf 867,8 Millionen Franken verbuchen. Dies vermeldeten CEO Jens Breu und Finanzchef Rolf Frei gestern an einer Medienkonferenz.

Dieses Wachstum verdankt SFS zwei Akquisitionen in der Baubranche, dem Schwarzwälder Schraubenhersteller Heco und dem US-Unternehmen Triangle Fastener Corporation (TFC). Das steigerte den Umsatz bei den Befestigungssystemen auf 248,3 Millionen Franken, 16,6 Prozent über dem Ergebnis der Vorjahresperiode.

Kunden in Bauwirtschaft werden wichtiger

Das macht den Markt Bauwirtschaft für die SFS wichtiger. 30 Prozent des Umsatzes erzielte die Gruppe in diesem Markt, knapp vier Prozentpunkte mehr als im ersten Halbjahr 2018. Der Kauf der TFC mit ihren 200 Mitarbeitern und 15 Verkaufsstandorten in den USA stärkte auch die Bedeutung des Marktes USA. Dort setzte SFS in den letzten sechs Monaten erstmals mehr um als in der Schweiz oder in Asien. Stark gewachsen ist auch der Umsatz mit medizinischen Anwendungen. Hier erzielte die SFS 7,5 Prozent ihres Umsatzes, im ersten Halbjahr 2018 waren es erst 6,2 Prozent.

Handelskonflikt schafft Unsicherheit

Die Märkte Bau und Medizin werden für SFS auch deshalb wichtiger, weil das Geschäft im Automobil- und Elektronikbereich weiterhin schwierig ist. Ohne die Akquisitionen im Baugeschäft wäre der Umsatz um 2,4 Prozent zurückgegangen. Die Autoverkäufe schwächeln weltweit, ebenso der Verkauf von Smartphones.

Eine Rolle spielen dabei auch die laufenden Handelskonflikte, wie derjenige zwischen den USA und China, sagte Jens Breu. «Die Autoverkäufe in China sind um 12 bis 16 Prozent zurückgegangen», sagt Breu. «Ein Grund dafür ist sicher die Unsicherheit darüber, wie sich der Handelsstreit entwickelt.» Unsicherheit präge auch die europäischen Automobilmärkte. Gründe dafür seien unter anderem die Frage, welche Technologien zukünftig die Autos antreiben, aber auch der Brexit.

In diesem schwierigen Umfeld resultierte im ersten Halbjahr ein normalisierter Gewinn vor Steuern von 109,2 Millionen. Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres waren es noch 116 Millionen. Die SFS tätigte weltweit Investitionen von rund 56 Millionen. Wichtigste Projekte sind hier das Werk im chinesischen Nantong sowie ein Ausbau des Standorts der Stamm AG in Hallau. Für das zweite Halbjahr erwartet SFS eine leicht positive Entwicklung.

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