SFS investiert in Heerbrugg bis zu 30 Millionen Franken – an Umsatzzielen für 2020 wird trotz Corona festgehalten

Die Firma SFS entwickelt Bremssysteme für die Automobilbranche. Sie setzt vermehrt auf Elektromobilität und baut am Hauptsitz in Heerbrugg.

Stefan Borkert
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Die SFS Group Heerbrugg investiert in die Zukunft der Elektromobilität.

Die SFS Group Heerbrugg investiert in die Zukunft der Elektromobilität.

PD

Die Spezialistin für Präzisionskomponenten und Befestigungstechnik, SFS, entwickelt für die Automobilindustrie Komponenten für Sicherheit, Komfort und autonomes Fahren. Wie SFS in einem Communiqué schreibt, sei die Elektrifizierung der Fahrzeuge, welche auch für die Bremssysteme gelte, ein attraktives Wachstumsfeld. Mit der erfolgreichen Akquisition von Neuprojekten für Baugruppen, die in elektrischen Bremssystemen zum Einsatz kommen, schaffe SFS die Basis für weiteres Wachstum.

Neue Produktionshalle

Um die akquirierten Kundenprojekte realisieren zu können, investiert das Unternehmen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten und damit in den Bau einer zusätzlichen Produktionshalle am Standort Heerbrugg. Das Investitionsvolumen für das Gebäude beträgt, nach Angaben von Unternehmenssprecher Claude Stadler 25 bis 30 Millionen Franken. Aktuell würden die Vorbereitungen für einen Baubeginn Anfang 2021 getroffen. Das Investitionsprojekt sei die Fortführung der seit mehreren Jahren verfolgten Fokussierung der Aktivitäten in der Schweiz auf besonders know-how-intensive und innovative Produkte, die kapitalintensive und hoch automatisierte Prozesse voraussetzen.

Umsätze nur wenig zurückgegangen

Mit dem Geschäftsgang ist man bei SFS realtiv zufrieden. Die Umsätze seien im Juli und August nur um einen mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber den Vorjahreswerten zurückgegangen, schreibt das Unternehmen im Hinblick auf einen bevorstehenden Investorentag.

Im gesamten ersten Halbjahr hätte noch ein Umsatzrückgang von knapp 11 Prozent resultiert, wobei das Geschäft vor allem im zweiten Quartal eingebrochen war. Man halte aber den Zielen für das zweite Halbjahr fest. Das bedeutet, dass für das zweite Semester ein leicht höherer Umsatz bei etwa gleichbleibender operativer Marge erwartet wird. Allerdings weist SFS daraufhin, dass angesichts des steigenden Risikos einer zweiten globalen Welle der COVID-19-Pandemie die Entwicklung im vierten Quartal mit erheblicher Unsicherheit behaftet sei. Dennoch sieht das Unternehmen auch positive Impulse.

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