SFS hält an verlängerter Arbeitszeit vorläufig fest

HEERBRUGG. Die Rheintaler SFS Group hebt einen Teil der Massnahmen, die sie vergangenen März im Kampf gegen die Folgen der Frankenstärke verhängt hatte, per Anfang 2016 wieder auf. Während das Ferienguthaben der Mitarbeitenden wieder erhöht wird, bleibt die Verlängerung der Arbeitszeit in Kraft.

Thomas Griesser Kym
Drucken

HEERBRUGG. Die Rheintaler SFS Group hebt einen Teil der Massnahmen, die sie vergangenen März im Kampf gegen die Folgen der Frankenstärke verhängt hatte, per Anfang 2016 wieder auf. Während das Ferienguthaben der Mitarbeitenden wieder erhöht wird, bleibt die Verlängerung der Arbeitszeit in Kraft. Das gab der Technologiekonzern gestern abend nach einer Lagebeurteilung und der Konsultation des Mitarbeiterrats bekannt und bedankt sich bei der Belegschaft für deren Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

Gemäss den Entscheiden wird somit auf das neue Jahr hin der Ferienanspruch aller rund 2300 Mitarbeitenden in der Schweiz wieder von fünf auf sechs Wochen erhöht. Dagegen wird die per vergangenen 9. März von 42 auf 44 Stunden pro Woche erhöhte Arbeitszeit im 1. Halbjahr 2016 fortgeführt. SFS begründet das vorläufige Festhalten an der Arbeitszeitverlängerung mit «der anhaltend hohen Auslastung in den Schweizer Produktionswerken der Gruppe».

Ebenfalls in Kraft bleiben laut Mitteilung der Einstellungsstop in der Schweiz, wobei Neueinstellungen laut früheren Angaben einer ausdrücklichen Sondergenehmigung bedürfen, und der um 10% reduzierte Lohnanspruch der Konzernleitung und des Verwaltungsrats.

Laut SFS haben die Massnahmen im Jahresverlauf immer stärker gewirkt und dazu beigetragen, «in der Schweiz den währungsbedingten Ergebnisrückgang zu begrenzen». Allerdings seien die negativen Folgen der Frankenaufwertung nicht vollständig wettgemacht worden, weshalb ein Teil der Massnahmen fortgeführt werden müsse. SFS betont ausserdem, in der Schweiz den Fokus auf die Entwicklung und Herstellung innovativer Produkte voranzutreiben, und man sei bestrebt, die Beschäftigung zu sichern.