Sextoys und Elektronik: Das Kreuzlinger Fotounternehmen Ifolor holt zwei erfolgreiche Start-up-Unternehmer in den Verwaltungsrat

Amorelie-Mitgründerin Lea-Sophie Cramer und Digitec-Galaxus-Chef und -Mitgründer Florian Teuteberg haben Einsitz genommen ins Aufsichtsgremium des Thurgauer Familienunternehmens. Sie bringen viel Wissen betreffend Digitalisierung und Onlinehandel ein.

Thomas Griesser Kym
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Produktion bei Ifolor in Kreuzlingen.

Produktion bei Ifolor in Kreuzlingen.

Bild: PD

«Zwei inspirierende Persönlichkeiten, die sinnbildlich für ein innovatives Unternehmertum im digitalen Zeitalter stehen» – so stellt Ifolor die beiden neuen Köpfe des Verwaltungsrats vor. Beide hätten mit Start-ups ihre jeweilige Branche und den Onlinehandel massgeblich geprägt.

Lea-Sophie Cramer.

Lea-Sophie Cramer.

Bild: PD

Da ist zum einen Lea-Sophie Cramer, geboren 1987 in Berlin. Sie war 2013 Mitgründerin und ist ehemalige Chefin von Amorelie, eine der bekanntesten Marken im deutschen Sprachraum, wenn es um Sextoys geht. Anfang 2020 wechselte die 33-Jährige von der operativen Geschäftsführung in den Beirat von Amorelie.

Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Cramer 2019 als Jurymitglied der von Stefan Raab für Pro7 produzierten TV-Show «Das Ding des Jahres». In dieser treten Erfinder mit ihren Produkten gegeneinander an. Cramer ist auch Verwaltungsrätin des deutschen Elektronikhändlers Conrad Electronic und gründete 2014 zusammen mit anderen Business Angels einen Wagniskapitalfonds.

In der Mitteilung sagt Lea-Sophie Cramer über ihr neues Engagement: «Ifolor ist eine starke Marke für emotionale Produkte, die direkt an den Endkunden verkauft werden. Diese Stärken weiter auszubauen und zu helfen, die Marke, Produkte und Märkte weiterzuentwickeln, motiviert mich sehr.»

Florian Teuteberg.

Florian Teuteberg.

Bild: PD

Das zweite neue Verwaltungsratsmitglied Florian Teuteberg, geboren 1978, hat während seines Maschinenbaustudiums im Alter von 21 Jahren zusammen mit Oliver Herren und dem heutigen St.Galler Nationalrat Marcel Dobler Digitec gegründet. Das Unternehmen ist innert weniger Jahre zum führenden Schweizer Elektronikanbieter aufgestiegen.

Zusammen mit dem 2012 lancierten Onlinewarenhaus Galaxus bildet Digitec heute die Digitec Galaxus AG. 2012 stieg die Migros mit 30 Prozent ein, seit 2015 gehören ihr 70 Prozent an Digitec Galaxus, die nach wie vor von Teuteberg geleitet wird.

Über sein neues Mandat sagt Teuteberg: «Ifolor ist ein Schweizer Unternehmen mit einer langen und erfolgreichen Geschichte. Diese zusammen mit dem engagierten Team im In- und Ausland fortzuschreiben, finde ich äusserst spannend.»

Ifolor-Präsident Philipp Schwarz.

Ifolor-Präsident Philipp Schwarz.

Bild: PD/WFT

Ifolor, die Schweizer Nummer eins für Fotoprodukte, wird geleitet von Verwaltungsratspräsident Philipp Schwarz und seinem Sohn, CEO Hannes Schwarz. Die beiden äussern sich «überzeugt, dass wir mit diesen beiden äusserst erfolgreichen Unternehmerpersönlichkeiten eine sehr wertvolle Bereicherung unseres VR-Gremiums erfahren dürfen im Interesse einer weiterhin prosperierenden Entwicklung unserer Firma in der Zukunft».

Ifolor-Chef Hannes Schwarz.

Ifolor-Chef Hannes Schwarz.

Bild: Keystone

Hannes Schwarz, zuvor Finanzchef, leitet Ifolor operativ, seit sein Bruder Filip P. Schwarz im Frühling 2018 überraschend als Chef ausschied. Filip P. Schwarz hatte das Unternehmen drei Jahre geführt und es zu einem der grössten Anbieter im digitalen Fotogeschäft in der Schweiz aufgebaut. Gegründet hatte Ifolor ihr Grossvater Peter Schwarz 1961. Aufsehen erregte Ifolor 2018 durch einen Deal mit dem Technologiekonzern Apple und der Integration in dessen «Fotos»-App.

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