Selbstkritischer VR-Präsident

ZÜRICH. Der Versicherungskonzern Zurich hat letzte Woche mit einem Gewinneinbruch und Stellenabbau-Plänen Aufsehen erregt. Verwaltungsratspräsident Tom De Swaan gibt sich nun selbstkritisch: Die Disziplin bei der Beurteilung von Risiken sei teilweise vernachlässigt worden.

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ZÜRICH. Der Versicherungskonzern Zurich hat letzte Woche mit einem Gewinneinbruch und Stellenabbau-Plänen Aufsehen erregt. Verwaltungsratspräsident Tom De Swaan gibt sich nun selbstkritisch: Die Disziplin bei der Beurteilung von Risiken sei teilweise vernachlässigt worden.

Die Zahlen, die Zurich am Donnerstag vorgelegt hatte, zeigten, dass vor allem das Segment Sachversicherungen litt: Bei der grössten Division brach der operative Gewinn im vergangenen Jahr um 71% ein. Als Grund nannte der Versicherer unter anderem zahlreiche Grossschäden.

Kritiker wandten ein, Zurich habe ein zu schnelles Wachstum angeschlagen. Man habe nur auf das Prämienwachstum geschaut und zu wenig auf die Risiken.

In einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag» sagt De Swaan: «Wir müssen uns tatsächlich vorwerfen lassen, dass wir in einzelnen Bereichen die von uns gewohnte Disziplin in der Zeichnung von Risiken nicht konsequent durchgesetzt haben.» Das habe man korrigiert.

Weltweit werden 8000 Stellen abgebaut; in der Schweiz dürften etwa 750 wegfallen, wie De Swaan bestätigte. (sda)

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