Seilbahnbauer Bartholet verschafft sich mehr Platz

Das Flumser Unternehmen ist auf Expansionskurs und hat deshalb in Walenstadt eine Werkhalle erworben. Dorthin wird die Montage von Grossbauteilen verlegt.

Thomas Griesser Kym
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Gondelbahn von Bartholet in Arosa.

Gondelbahn von Bartholet in Arosa.

Bild: PD

Hinter der Vorarlberger Doppelmayr-Gruppe, zu der auch die Schweizer Garaventa gehört, und der Südtiroler Leitner-Gruppe ist die Bartholet Maschinenbau AG aus Flums der drittgrösste Seilbahnhersteller der Welt. Das Unternehmen wächst seit geraumer Zeit und hat seit längerem ein grösseres Gewerbeareal gesucht, um seine Expansion weitertreiben zu können.

In der Umgebung von Flums sei Industrieland begrenzt. Nun aber ist Bartholet fündig geworden. In Walenstadt hat das Unternehmen der AGD Swiss Plastic eine Werkhalle mit einer Fläche von 12'000 Quadratmetern abgekauft. Diese ist verfügbar geworden, weil sich AGD im Frühling aus dem Spritzguss von Kunststoffteilen für die Autoindustrie zurückgezogen hat, wie Vertriebs- und Marketingleiterin Tanja Studer-Gehrig sagt.

Kleine Aussenposten werden aufgelöst

Mit dem neuen Standort in Walenstadt kann sich Bartholet auf die Region Sarganserland konzentrieren und sechs kleinere Aussenstellen, etwa im Rheintal, auflösen. Laut Marketingleiterin Manuela Jäger wird in die erworbene Halle hauptsächlich die Montage von Grossbauteilen verlegt. Auch Lagerhaltung und Logistik werden einfacher. Ungefähr 15 Mitarbeitende werden in Walenstadt tätig sein. Weltweit beschäftigt Bartholet 450 Mitarbeitende, davon 350 in Flums.

AGD Swiss Plastic will nach dem Rückzug aus dem Autogeschäft die Palette an Eigenprodukten verstärken. Die Produktion im Kunststoffspritzguss für langjährige Kunden werde wie gewohnt fortgeführt. Die Kunden stammen aus den Branchen Elektro, Bau, Kosmetik, Lebensmittel usw. Und Seilbahnen. Auch Bartholet bezieht Kunststoffteile von der AGD Swiss Plastic.