Seco-Direktorin: «EU geht vor»

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Bern Der Schweizer Wirtschaft gehe es vergleichsweise gut, sagt die Staatssekretärin für Wirtschaft, Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch. Allerdings dürfe sich die Schweiz nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Auch wenn die Rahmenbedingungen gut seien, «müssen wir sie weiter verbessern», sagte die Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) in einem gestern veröffentlichten Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Temps».

Sektoren, die nicht der internationalen Konkurrenz ausgesetzt seien, litten bei ihrer Produktivität. Diese müssten Reformen umsetzen. Weiter müsse das gute Funktionieren der Beziehungen zur EU sichergestellt werden, einem der wichtigsten Exportmärkte für die Schweiz. Zudem sollen neue Freihandelsabkommen abgeschlossen werden, um die Exportmärkte zu diversifizieren. Ineichen-Fleisch stellt die Beziehungen zur EU über diejenigen zu Grossbritannien. Es werde schwierig, gleich gute Beziehungen wie heute zu behalten. «Die Schweiz kann nicht zur gleichen Zeit ihre Vorschriften mit der EU harmonisieren und mit einem Land, das andere Regeln hat», sagte sie. «Die Wahl scheint mir schnell getroffen, die EU geht vor.» (sda)