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Schwellenländer beweisen Stärke

Börsenspiegel
Karel E. Ehmann

Während der jüngsten Aktienmarktkorrektur haben die Börsenplätze der Schwellenländer mit Verlusten von 10 bis 12 Prozent ähnlich viel eingebüsst wie jene der Industrieländer. Allerdings fassten die Schwellenländermärkte besonders schnell wieder Tritt. Auch wenn der heftige Kurseinbruch kurzfristig noch nicht gänzlich verdaut sein mag, bleibt der längerfristige Aufwärtstrend intakt.

Anders als in früheren Unsicherheitsphasen fiel zudem die Kurskorrektur bei den Obligationen aus den Schwellenländern in Anbetracht der deutlichen Aktienmarktkorrektur und der Ausschläge an den Zinsmärkten sehr moderat aus. Des Weiteren konnten die Notenbanken Brasiliens und Russlands in diesem Zeitraum die Leitzinsen senken, ohne dass der Kapitalfluss in diese Länder zum Erliegen kam.

Rohstoffexporte als Zünglein an der Waage

Diese Entwicklung zeugt von einer robusten Konjunktur in den aufstrebenden Ländern – und von ihrer in den letzten zwei Jahren insgesamt gestiegenen Solidität. Nachdem sich das Wirtschaftswachstum zwischen 2010 und 2015 infolge zyklischer und struktureller Faktoren in diesen Ländern abgeschwächt hatte, setzte 2016 eine Erholung ein. Wich­tiger Treiber hierbei war China, das rund 40 Prozent zur Wirtschaftsleistung der Schwellenländer beiträgt und das die tempo­räre Schwächephase von Anfang 2016 mittels Staatsinterventionen überwand.

Das Zünglein an der Waage waren jedoch die Rohstoffexporteure in der heterogenen Gruppe der Schwellenländer. Diese fanden nach der Bodenbildung der Rohstoffpreise auf den Wachstumspfad zurück und sind verantwortlich für die jetzt wieder höhere Wachstumsdynamik. Damit einher geht die Aufholjagd der Schwellenländeraktien. Auch die Ankündigung der Verhängung von Strafzöllen auf Stahl und Aluminium seitens der US-Regierung und ein damit möglicher globaler Handelskrieg führte bei den Aktien der aufstrebenden Volkswirtschaften zu keiner nachhaltig negativen Reaktion. Offenbar befürchten die Anleger weder aus der Korrektur an den Aktienmärkten noch aus der neuen handelspolitischen Situation starke negative Konsequenzen.

Wir teilen diese Einschätzung und sind Aktien wie auch Obligationen gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt. Um kein übergebührliches Währungsrisiko einzugehen, bevorzugen wir Anleihen in US-Dollar oder Euro. Entwickelt sich das Wirtschaftswachstum bei anhaltendem moderatem Inflationsausblick weiterhin erfreulich, dürfte dies den Kursen beider Vermögensklassen eine gute Triebfeder sein.

Karel E. Ehmann

Leiter Investment Center

Thurgauer Kantonalbank

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