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Schweizer Verlage starten Digital-Allianz

Ab heute Dienstag werden Besucher zahlreicher schweizerischer Nachrichtenportale aufgefordert, sich vor dem Lesen von Artikeln zu registrieren.

(chm) In der so genannten Digital-Allianz engagieren sich Ringier («Blick», «Beobachter»), Tamedia («Tages-Anzeiger», «20 Minuten»), die NZZ Mediengruppe sowie CH Media, die auch diese Website betreibt. Zu einem späteren Zeitpunkt, voraussichtlich im nächsten Jahr, will auch die SRG eine Registration einführen.

Das Verlagshaus CH Media, zu dem auch dieses Newsportal gehört, beteiligt sich an der Login-Allianz. Das Ziel: Personalisierte journalistische Angebote. (Bild: KEY)

Das Verlagshaus CH Media, zu dem auch dieses Newsportal gehört, beteiligt sich an der Login-Allianz. Das Ziel: Personalisierte journalistische Angebote. (Bild: KEY)

Die Verlage hoffen, mit der Registrierung mehr über die Nutzer ihrer Angebote zu erfahren und diese auf die individuellen Bedürfnisse der Leser abstimmen zu können. Die Registrierung schaffe damit die Grundvoraussetzung für personalisierte journalistische Angebote. Sie ist freiwillig. Mit einem persönlichen Passwort können sich registrierte Nutzer dann auf den Online-Portalen anmelden.

Nutzer, die sich bereits jetzt auf den Portalen von CH Media registriert haben, brauchen sich nicht noch einmal zu registrieren. Die digitalen Abonnements, welche CH Media bei der «Luzerner Zeitung» und beim «St. Galler Tagblatt» anbietet, werden von der neuen Registrier-Möglichkeit nicht tangiert, auch der Bezug von E-Paper-Ausgaben der Zeitungen von CH Media verändert sich nicht. Die Daten der Nutzerinnen und Nutzer werden unter den Verlagen nicht geteilt.

Wie die Verlage in einer gemeinsamen Stellungnahme schreiben, sollen die Medienhäuser mit den Registrierungen auch in die Lage versetzt werden, Werbung künftig zielgenauer auszuspielen. Man wolle damit die Position der Schweizer Medienunternehmen gegenüber den amerikanischen Technologie-Giganten Google, Facebook und Twitter stärken. Rund drei Viertel der Werbeausgaben in der Schweiz fliessen heute zu diesen Unternehmen, nur ein Viertel verbleibt in der Schweiz und ermöglicht es hier den Verlagen, Geld in den Journalismus zu investieren.

Wie die Verlage schreiben, werden die einzelnen Nutzer nicht sofort von den Vorteilen der Registrierung profitieren. Die Entwicklung entsprechender Angebote brauche Zeit und vor allem eine ausreichend grosse Datenbasis. Es liege deshalb im längerfristigen Interesse aller Nutzerinnen und Nutzer von Online-Medieninhalten, wenn sie sich registrierten.

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