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Schweizer Textilindustrie hat zu kämpfen - Exporte sind seit einem Jahr im Rückwärtsgang

Die Exporte der hiesigen Textilfirmen nehmen weiter ab. Dennoch zeigt sich die Branche ziemlich zuversichtlich.
Thomas Griesser Kym
Eine Mitarbeiterin in der Spulerei der Textilfabrik Lantal Textiles AG. (Bild: Marcel Bieri/Keystone, Melchnau, 21. März 2016)

Eine Mitarbeiterin in der Spulerei der Textilfabrik Lantal Textiles AG. (Bild: Marcel Bieri/Keystone, Melchnau, 21. März 2016)

Das nunmehr vierte Quartal in Serie sind die Ausfuhren der Schweizer Textilindustrie gesunken (siehe Grafik). Im dritten Quartal wurden Textilien für 295 Millionen exportiert, 4,5 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.

Schweizer Textilexporte darben

Veränderung zum Vorjahresquartal, in Prozent
I/2018II/2018III/2018IV/2018I/2019II/2019III/2019-505

Lichtblick sind die technischen Textilien, die um 3,8 Prozent auf 143 Millionen zulegten, doch wog das den Rückgang bei Garnen, Geweben, Gewirken, Stickereien, Heimtextilien usw. nicht auf. Ein weiterer Lichtblick: Die Bekleidungsexporte (ohne Rückwaren), stiegen um 1,7 Prozent auf 229 Millionen – das erste Plus seit dem Schlussquartal 2018.

Einbruch der Lieferungen nach Deutschland

Schaut man die Entwicklung seit Anfang Jahr an, so haben die Textilexporte in den ersten neun Monaten im Vorjahresvergleich 6,6 Prozent auf 951 Millionen eingebüsst und die Ausfuhren von Bekleidung (ohne Rückwaren) 3,4 Prozent auf 686 Millionen.

Der Verband Swiss Textiles benennt das Übel: «Die globalen Handelsbedingungen haben sich erneut verschärft.» Konkret lasten der Handelsstreit, das Ringen um den Brexit, die Umwälzungen im Autobau usw. auf der Weltwirtschaft und speziell unter anderem auf Deutschland, dem wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Bei deren Textilexporten ins nördliche Nachbarland äussert sich dies im laufenden Jahr in einem Minus von 13,2 Prozent auf 249 Millionen.

Der starke Franken als Spielverderber

Das zeigt: Die Schweizer Textilindustrie nimmt im Export mehr als jeden vierten Franken in Deutschland ein, wodurch das Minus besonders schwer wiegt. Die weiteren Indikatoren zeigen einen Einbruch der Beurteilung der Geschäftslage im Juli und August im Zuge der Erstarkung des Frankens und eine leichte Besserung im September. Volatil zeigt sich die Auftragslage. Der Sinkflug des Auftragsbestands im zweiten Quartal konnte im dritten Quartal zur Hälfte kompensiert werden.

Trotz getrübter Aussichten im Aussenhandel erwarten die Schweizer Textilunternehmen in der Summe für das laufende vierte Quartal keine Verschlechterung. Die Exporterwartungen bleiben zwar negativ, aber weniger negativ als im Vorquartal.

Ein gewisses Vertrauen

Mehrheitlich positiv beurteilt werden die Aussichten für die Verkaufspreise und die Beschäftigung, und der Bestellungseingang sollte nicht einbrechen. Ein gewisses Vertrauen der Branche in den Markt scheine nach wie vor vorhanden zu sein, schreibt Swiss Textiles.

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