Schwarzgeld geht in die Milliarden

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Selbstanzeigen Steuerpflichtige in der Schweiz haben seit 2010 Schwarzgeld in der Höhe von mindestens 31,7 Milliarden Franken offengelegt. So viele unversteuerte Vermögen wurden laut einer Umfrage der «NZZ am Sonntag» in den letzten acht Jahren per Selbstanzeige den kantonalen Steuerämtern gemeldet. Die effektive Summe dürfte noch um einiges höher sein, denn mehrere Kantone, etwa Luzern, Zug oder Waadt, erheben besagte Daten gar nicht, wie es im ­Bericht heisst. Und Appenzell-­Innerrhoden verweigere die ­Auskunft dazu, weil diese «in unseren engräumigen Verhältnissen Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich» mache und damit das Steuergeheimnis verletzen würde (siehe auch Ausgabe dieser Zeitung vom Freitag).

Am meisten Schwarzgeld kam laut der Aufstellung in den Kantonen Zürich (6,9 Milliarden Franken), Tessin (6,0), Genf (4,4), Basel-Stadt (3,1) und St. Gallen (2,0) zum Vorschein. Der Kanton St. Gallen hatte vergangene Woche über die Entwicklung im abgelaufenen Jahr informiert. Demnach zeigten sich 1300 Steuersünder selbst an und legten 307 Millionen Franken Schwarzgeld offen. (red)