Schutzkonzept und Abstand halten: Wirtschaftsforum Thurgau weicht von Weinfelden nach Amriswil aus

Weil der Thurgauerhof in Weinfelden unter Beachtung der Coronaregeln zu wenig Platz böte, gastiert das Forum für einmal im Pentorama in Amriswil. Doch der Umzug soll nur temporärer Natur sein.

Thomas Griesser Kym
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Julia Frischknecht (links) und Alexandra Vorburger, Organisatorinnen des Wirtschaftsforums Thurgau 2020, haben dieses wegen Corona von Weinfelden nach Amriswil verlegt.

Julia Frischknecht (links) und Alexandra Vorburger, Organisatorinnen des Wirtschaftsforums Thurgau 2020, haben dieses wegen Corona von Weinfelden nach Amriswil verlegt.

Bild: PD

«Krise, Klima, Köpfe - verantwortungsvolles Handeln nach 2020». So lautet das Thema des 24. Wirtschaftsforums Thurgau (WFT) am 5. November. Verantwortungsvoll handeln müssen und wollen auch die Organisatoren um Julia Frischknecht und Alexandra Vorburger von der Agentur Freicom. Das hat dieses Jahr einen Ortswechsel zur Folge.

Acht Lokalitäten geprüft, Amriswil macht das Rennen

So nicht im Jahr 2020: Das Wirtschaftsforum Thurgau im Thurgauerhof Weinfelden, Ausgabe 2015.

So nicht im Jahr 2020: Das Wirtschaftsforum Thurgau im Thurgauerhof Weinfelden, Ausgabe 2015.

Bild: Andrea Stalder (16. September 2015)

Normalerweise geht das WFT im Thurgauerhof in Weinfelden über die Bühne. Aufgrund des erforderlichen Social Distancing bietet dieser aber lediglich Platz für maximal 180 Gäste, während das WFT annähernd 300 Teilnehmende erwartet.

Frischknecht und Vorburger haben sich deshalb anderweitig umgesehen und acht mögliche Lokalitäten geprüft. Die Wahl fiel schliesslich auf das Pentorama in Amriswil. Dafür gesprochen hätten «Lage, Infrastruktur, Parkmöglichkeiten, Preis-Leistungs-Verhältnis, Laufwege mit genügend Abstand und die ideale Grösse für den Anlass», der von Mona Vetsch moderiert wird.

Gewährt dem Wirtschaftsforum Thurgau 2020 Gastrecht: Das Pentorama in Amriswil.

Gewährt dem Wirtschaftsforum Thurgau 2020 Gastrecht: Das Pentorama in Amriswil.

Bild: Reto Martin

In Zusammenarbeit mit der Olma

Normalerweise versammeln sich am WFT über 300 Teilnehmende, die Organisatoren haben nun aber im Schutzkonzept maximal 290 Gäste definiert. Diese Zahl dürfte bald erreicht sein. Der Buchungsstand sei «sehr gut».

Das Schutzkonzept wurde erarbeitet von der Agentur Freicom in Zusammenarbeit mit den Olma-Messen St.Gallen, und zwar ursprünglich für den Ostschweizer Personaltag am Donnerstag, 24. September, auf dem Olma-Areal.

Künftig soll es wieder Weinfelden sein

Nun wird es auch an anderen Anlässen verwendet, so zum Beispiel am Rheintaler Wirtschaftsforum 2021, das ebenfalls von Freicom organisiert wird. Je nach Lokalität und Anzahl Teilnehmenden wird das Konzept auf die jeweiligen Gegebenheiten adaptiert.

Sollte sich die Coronakrise bis zum Wirtschaftsforum Thurgau 2021 wieder verflüchtigt haben, wird das WFT wieder in Weinfelden stattfinden, wie Julia Frischknecht sagt. Dies wegen der Tradition und weil die Stadt Weinfelden im Beirat des WFT sitzt.

Namhafte Referenten am Wirtschaftsforum

Am Wirtschaftsforum Thurgau treten folgende Referenten auf: UBS-Chefökonom Daniel Kalt wird die Lage an den Börsen analysieren. Der Konstanzer Professor Gert Ganteför wird den Klimawandel beleuchten. Zukunftsforscher Daniel Dettling wirft einen Blick in die Zeit nach Corona und Stadler-Patron Peter Spuhler in die Zukunft der Eisenbahn. Dieter Bachmann, Chef der Gottlieber Spezialitäten AG, zeigt auf, warum sein Unternehmen den Motivationspreis «Thurgauer Apfel» gewonnen hat. Und der scheidende Swissmem-Präsident Hans Hess wird für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln plädieren. (T.G.)

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