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Schurter: mehr Umsatz, mehr Mitarbeitende

Das Luzerner Industrieunternehmen hat im vergangenen Jahr erneut einen Rekordumsatz erzielt. Das starke Wachstum hatte auch Auswirkungen auf den Personalbestand des Elektronikkomponenten-Herstellers.
Roman Schenkel
Ein Schurter-Mitarbeiter bei Montagearbeiten an einer Produktionsmaschine für Sicherungen. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 20. März 2018)

Ein Schurter-Mitarbeiter bei Montagearbeiten an einer Produktionsmaschine für Sicherungen. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 20. März 2018)

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) hat ein gutes 2018 hinter sich. Die konjunkturelle Grosswetterlage war positiv und hat Aufträge, Umsätze und auch Exporte nach oben geschraubt. Insgesamt wuchsen die Ausfuhren der Schweizer MEM-Industrie 2018 um 4,4 Prozent auf knappe 70 Milliarden Franken. Besonders ins Gewicht fielen die Exporte in die USA (+9,5 Prozent) und in die EU (+5,4 Prozent). Das Geschäft in Asien hingegen reduzierte sich um 2,1 Prozent.

Von der guten konjunkturellen Stimmung profitierte auch das Luzerner Industrieunternehmen Schurter. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 8,5 Prozent gar im obersten Bereich der von der MEM-Industrie als branchenüblich bezeichnete Kerngrösse. Der Hersteller von Elektronikkomponenten konnte 2018 den Umsatz kräftig steigern. Mit über 289 Millionen Franken (Vorjahr: 259 Millionen Franken; +11,4 Prozent) erzielte Schurter erneut einen Rekordumsatz. Die beiden Divisionen der Gruppe, Komponenten (Geräteschutz, Schalter, Gerätestecker) und Eingabesysteme (Touchscreens, Touchpanels), legten beim Umsatz um über 10 Prozent zu.

Unter dem Strich erzielte Schurter einen Gewinn von 17,6 Millionen Franken, leicht tiefer als im Vorjahr. Der starke Umsatzzuwachs hat Auswirkungen auf die Strukturen und Ressourcen der Schurter Gruppe. So ist die Gruppe um 5,7 Prozent oder 114 Mitarbeitende auf 2123 Stellen angewachsen. Ein Grossteil der neuen Stellen wurde am Standort Luzern geschaffen. An der Werkhofstrasse ist der Personalbestand im vergangenen Jahr um fast 12 Prozent, auf 392 Vollzeitangestellte angewachsen.

Für einen US-Smartphonehersteller produziert Schurter 50 Millionen Sicherungen pro Jahr

Gut gelaufen sind insbesondere auch die Speziallösungen für einzelne Schweizer Kunden, eine Abteilung in der Division Komponenten. Hier konnte Schurter den Umsatz um 14 Prozent steigern. «Die Schweiz war nun fünf Jahre lang Testmarkt. Wir werden die Speziallösungen künftig auf ganz Europa ausweiten», sagt CEO Ralph Müller. Zudem gehe Schurter grössere Firmen gezielt an, um an Aufträge zu kommen. Dies habe in der Vergangenheit gut geklappt. Schurter-Komponenten seien beispielsweise in den Produkten von Endress+Hauser, Komax, Belimo, V-Zug oder Medela zu finden. Für einen amerikanischen Smartphonehersteller läuft gerade die jährliche Produktion von 50 Millionen Sicherungen pro Jahr an. Über 9 Millionen Franken hat Schurter dafür in die Infrastruktur und neue Anlagen investiert. Nun wird im Tribschenquartier 24 Stunden und sieben Tage die Woche produziert.

Es zeichne sich jedoch ab, dass es 2019 nicht im gleichen Stil weitergeht. «Wir sind ein frühzyklischer Betrieb und spüren sehr schnell, wenn die Konjunktur nachlässt», sagt Hans-Rudolf Schurter. Im letzten Quartal 2018 und im ersten 2019 hat das Unternehmen bereits einen leichten Rückgang bei den Bestellungen registriert, insbesondere aus China sind die Zahlen rückläufig. «Es ist aber kein dramatischer Rückgang», beschwichtigt Müller, der fürs laufende Jahr ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe erwartet.

Wechsel im Verwaltungsrat

Einen Wechsel gibt es im Verwaltungsrat: Aufgrund der Amtszeitbeschränkung von 15 Jahren verlässt Crispino Bergamaschi das Aufsichtsgremium. Für ihn soll Markus Winterholer, ein Digitalisierungsexperte von Siemens, in den Verwaltungsrat gewählt werden.

Markus Winterholer.

Markus Winterholer.

Weiter im Verwaltungsrat verbleiben der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki, Christoph Portmann sowie die Vertreter der Familie: Bruno H. Schurter, Thomas Schurter und Verwaltungsratspräsident Hans- Rudolf Schurter.

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