Schnäppchenjagd auf Pricebook.ch

Auf der Suche nach einem neuen Fernseher tippe ich Pricebook.ch in den Browser. Sofort sticht mir ein Gerät von Toshiba ins Auge. Fünf Händler bieten ihn zu unterschiedlichen Preisen an. Der Nutzer «King» hat ihn mit vier von fünf Punkten bewertet und lobt Bild- und Klangqualität.

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Auf der Suche nach einem neuen Fernseher tippe ich Pricebook.ch in den Browser. Sofort sticht mir ein Gerät von Toshiba ins Auge. Fünf Händler bieten ihn zu unterschiedlichen Preisen an. Der Nutzer «King» hat ihn mit vier von fünf Punkten bewertet und lobt Bild- und Klangqualität. Der Preis sei etwas «happig».

Transparenz und Austausch

Die Plattform, seit November 2012 online, verbindet Preisvergleich mit sozialem Netzwerk, so Jonas Savini, CEO der Pricebook GmbH. «Wir wollten ein System auf den Markt bringen, mit dem der Kunde Angebote vergleichen kann. Dafür verbindet unser Portal den herkömmlichen Preisvergleich mit einem Netzwerk.» Nebst dem Preis fliessen auch die Bewertungen anderer Kunden in den Kaufentscheid ein.

«Durch die Kommunikation der Nutzer untereinander kann ein Gemeinschaftsgefühl entstehen», so Nani Szila, Mitarbeiter von Pricebook. Dieses gäbe den Nutzern Vertrauen in die Empfehlungen der anderen User. Doch auch die Händler werden über die Bewertungen informiert. «Sie haben so die Chance, die eigenen Produkte zu verbessern», sagt Szila. Und sie scheinen sich immer mehr für Pricebook zu interessieren. So finden sich die Post, Migros oder Sunrise unter den Partnern. Musste das Portal früher noch nach Partnern suchen, so melden sie sich heute schon von selbst an. Geschäftsführer Savini ist überzeugt, in diesem Markt spiele die «Zukunftsmusik». Täglich kommen noch mehr Nutzer dazu. Mehr als 150 jeden Tag. Damit das weiter so bleibt, solle der Dienst gratis bleiben, meint Savini.

«Eine riesige Community»

Für die Zukunft reinvestiere das Unternehmen viele Einnahmen, so Szila. Pricebook will den Onlineshop ausbauen und bekannter werden. Denn je grösser die Community, desto aussagekräftiger die Bewertungen. Später werde das Start-up versuchen, neue Märkte in Deutschland und Österreich zu erobern. Dennoch meint Szila, «die Schweiz wird immer das Mutterschiff bleiben». CEO Savini sieht die Schweiz gar als Erfolgsfaktor: «Die Verwurzelung in der Schweiz kann zum Wettbewerbsvorteil werden.» Das Ziel sei gesteckt: «Pricebook soll populär werden.»

Die Suche geht weiter

Ich habe mich entschieden, den Fernseher nicht zu kaufen. «King» hat recht. Auch das schöne Bild des Toshiba-Fernsehers ist mir keine 3000 Franken wert. So viel will der günstigste Anbieter. Doch ich suche weiter. Zum Glück ist das nächste Schnäppchen nur einen Klick entfernt. (ras)