Schienenverkehr
Das Thurgauer Unternehmen Stadler liefert 30 Lokomotiven nach Grossbritannien

Der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer verkauft von seiner Lok mit Dreifachantrieb 30 Stück an das britische Unternehmen Rail Operations.

Thomas Griesser Kym
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Visualisierung der neuen Stadler-Lokomotive der Klasse 93 mit Dreifachantrieb für die britische Rail Operations.

Visualisierung der neuen Stadler-Lokomotive der Klasse 93 mit Dreifachantrieb für die britische Rail Operations.

Bild: PD

Eine erste Tranche von zehn Lokomotiven soll laut der Rahmenvereinbarung früh im Jahr 2023 ausgeliefert werden, wie Stadler und Rail Operations schreiben. Die Loks haben einen trimodalen Antrieb, also einen Dreifachantrieb. Sie können mit Strom, mit Diesel und mit Batterien betrieben werden und so auch nichtelektrifizierte Strecken bedienen.

Der Batteriebetrieb werde dazu beitragen, den CO2-Ausstoss im britischen Schienenverkehr signifikant zu reduzieren. Die Batterien sind dazu gedacht, den Strom- und den Dieselantrieb zu unterstützen sowie bei Rangierarbeiten die Loks gänzlich emissionsfrei betreiben zu können.

Schneller und vielseitig einsetzbar

Die neuen Lokomotiven der Klasse 93 basieren auf den bisherigen Loks der Klassen 68 und 88, die seit einigen Jahren in Grossbritannien eingesetzt werden. Diese sind allerdings lediglich mit einem bimodalen Antrieb ausgerüstet, also Diesel und Strom.

Die neuen Loks sind laut Stadler schneller als die Vorgängermodelle: Statt 100 Meilen pro Stunde (161 km/h) fahren sie mit bis zu 110 Meilen pro Stunde (177 km/h). Die Loks können sowohl Passagier- als auch Güterzüge ziehen und auch als Rangierloks eingesetzt werden.

Die Lokomotiven werden von Stadlers spanischer Tochtergesellschaft Stadler Valencia gebaut. Über das Auftragsvolumen lässt Stadler nichts verlauten. Eine Lok dürfte aber mindestens fünf Millionen Franken wert sein.