Scapa-Verlagerung hat begonnen

Noch knapp ein halbes Jahr produziert die Scapa in Rorschach Klebebänder und andere Erzeugnisse für die Industrie. Dann wird der Betrieb geschlossen. Die ersten Anlagen sind dieser Tage ins Ausland verfrachtet worden.

Thomas Griesser Kym
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Noch bis Ende September produziert die Scapa in Rorschach, dann wird der Betrieb geschlossen. (Bild: Peer Füglistaller)

Noch bis Ende September produziert die Scapa in Rorschach, dann wird der Betrieb geschlossen. (Bild: Peer Füglistaller)

RORSCHACH. Vergangene Woche sind die ersten Anlagen der Firma Scapa ins Ausland verlagert worden. Damit ist in Rorschach der Anfang vom Ende der Herstellerin von Klebebändern, Schutzfolien, Dampfsperrbändern usw. eingeleitet. Bis Ende September wird die gesamte Produktion an andere Standorte des britischen Konzerns verlagert, vor allem ins französische Valence. Standortleiter Gwen Aubry und die Scapa Group mit Sitz in Manchester bestätigen, man liege zeitlich auf Kurs.

Die meisten sind noch an Bord

Von den 71 Mitarbeitenden, die Scapa in Rorschach bei der Ankündigung der Schliessung im Juni vergangenen Jahres hatte, sind noch gut 60 dabei. Ein paar haben bereits neue Stellen gesucht und gefunden. Die anderen arbeiten laut Aubry weiter, und das Werk sei «sehr stark» ausgelastet. Die Scapa Group will mit der Verlagerung Gewinne maximieren.

Firmenareal wird feilgeboten

Im jüngsten Semesterbericht weist der Konzern Kosten und Nutzen der Verlagerung aus. So erfährt der Leser auch, dass Scapa sich aus dem geplanten Verkauf des früheren Feldmühle-Areals einen Mittelzufluss von bis zu annähernd zehn Millionen Franken erhofft.

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