Sanitec-Übernahme belastet Geberit

RAPPERSWIL-JONA. Die Übernahme des finnischen Badausstatters Sanitec versetzt Geberit zwar einen Wachstumsschub. Übernahmekosten belasten jedoch das Ergebnis des grössten europäischen Sanitärtechnikkonzerns massiv. Im 1.

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RAPPERSWIL-JONA. Die Übernahme des finnischen Badausstatters Sanitec versetzt Geberit zwar einen Wachstumsschub. Übernahmekosten belasten jedoch das Ergebnis des grössten europäischen Sanitärtechnikkonzerns massiv. Im 1. Halbjahr 2015 brach der Reingewinn im Vorjahresvergleich um 20% auf 218,5 Mio. Fr. ein. Geberit mit Sitz in Rapperswil-Jona beziffert die Kosten der Sanitec-Übernahme für das Geschäftsjahr 2015 auf Stufe Betriebsergebnis auf 58 Mio. Franken. Auf Stufe Reingewinn dürften diese Einmalkosten mit 51 Mio. Fr. negativ zu Buche schlagen.

Positiv wirkte sich der Sanitec-Kauf hingegen auf das Geschäftsvolumen aus. Der Nettoumsatz Geberits im 1. Semester, der erstmals das Sanitec-Geschäft enthält, stieg um 20% auf 1,307 Mrd. Franken. Akquisitions- und währungsbereinigt lag der Umsatz 2,5% höher als in der «überaus starken» Vorjahresperiode. Das Umsatzwachstum sei trotz Währungsrabatten von 10% in der Schweiz zustande gekommen, teilte Geberit mit. Zudem sei in vielen europäischen Märkten das Marktumfeld nach wie vor sehr schwierig. Ausserhalb Europas zogen die Verkäufe deutlich an.

Im Ausblick schreibt Geberit, mit Ausnahme einiger weniger, sich positiv entwickelnder Märkte wie Deutschland, Grossbritannien und Polen sei in den meisten übrigen Märkten keine Erholung absehbar. Die Ungewissheit belastete die Aktie. (sda)