Kolumne

Salzkorn

Die Wittenbacher Softwarefirma Abacus verkündet den Durchbruch: Buchhaltung geht bald automatisch. Hurra! Endlich Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Kaspar Enz
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Die Wittenbacher Softwareschmiede Abacus verkündet einen Durchbruch. Dank künstlicher Intelligenz wird die Buchhaltung zukünftig weitgehend automatisiert. Kaufmänner und -frauen jubeln. Endlich profitieren nicht mehr nur Industriearbeiter, deren Fliessbandarbeit nun ein Roboter macht, von der Automatisierung. Die nervtötende Zahlenschieberei macht der Computer künftig ganz allein.

Die Bemühungen der Informationstechnologie, unseren Arbeitsalltag weniger mühsam zu gestalten, ist aber noch nicht am Ende. Mit einem Fingerabdruck ist der Administrativkram erledigt. Bald langweilen sich an Sitzungen eigens dafür programmierte Roboter. Da können Tausende Angestellte gleich zu Hause bleiben. Damit entfällt auch das leidige Aufräumen des Arbeitsplatzes.

So ist die Menschheit demnächst von aller Mühsal befreit, die sie seit der Vertreibung aus dem Paradies niederdrückt. Zu Hause auf dem Sofa haben wir nun genug Zeit, uns über soziale Medien gegenseitig zu beschimpfen. Das kann kein Roboter so gut wie wir.