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Sag mir, wie du heisst

Produktnamen und Globalisierung

Kurze Irritation im täglichen Nachrichtenfluss: Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble schliesst den Verkauf von Lindor ab, meldet der Ticker. Die bekannten Lindor-Kugeln wechseln die Hand? Und gehören die nicht seit Urzeiten zum Schweizer Schokolade­konzern Lindt & Sprüngli?

Doch schnell zeigt sich: Lindor ist in Portugal und Spanien eine gut etablierte Marke für Inkontinenzprodukte, und diese wird von Procter & Gamble an die deutsche Hartmann-Gruppe verkauft. Zwei komplett verschiedene Produkte und Sparten also. Während hier der Fall rasch klar ist, kann es für weltweit tätige Firmen ganz schön knifflig sein, den richtigen Produktnamen zu finden. Sag mir, wie du heisst, und ich sage dir, wer du bist – das gilt global nicht mehr ohne weiteres.

Autokonzerne können ein Lied davon singen: Sie tüfteln an äusserst wohlklingenden Fahrzeugnamen. Meist gibt es dann irgendein Land, wo dieser Name, etwas anders ausgesprochen, wie ein Schimpfwort tönt. Für Firmen ist das ärgerlich, für Konsumenten tröstlich: Trotz Internationalisierung blühen im Kleinen weiter die Eigenheiten. Und lassen Fundstücke entstehen, ohne die die Globalisierung ziemlich langweilig wäre.

Thorsten Fischer

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