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RÜCKGANG: Hüglis Wachstum gebremst

Beim Ostschweizer Nahrungsmittelhersteller Hügli haben sich Marktunsicherheiten, ein verschärfter Wettbewerb sowie Verschiebungen in der Vertriebsstruktur auf den Umsatz ausgewirkt. Die Dividende soll unverändert bleiben.
Die Hügli ist ein Ostschweizer Traditionsunternehmen. (Bild: REGINA KUEHNE (KEYSTONE))

Die Hügli ist ein Ostschweizer Traditionsunternehmen. (Bild: REGINA KUEHNE (KEYSTONE))

Insgesamt konnte das Unternehmen den Umsatz um 1,8 Prozent auf 385 Millionen Franken steigern. Dafür verantwortlich waren allerdings vor allem leicht höhere Fremdwährungskurse sowie die Übernahme der holländischen Bresc auf Januar 2016, die 13,7 Millionen Franken an den Gesamtumsatz beisteuerte. Ohne diese Faktoren wäre ein Umsatzrückgang von 2,6 Prozent verzeichnet worden. In den letzten drei Jahren hat das Unternehmen jeweils ein solides organisches Umsatzwachstum von durchschnittlich 3,1 Prozent erreicht.

Rückgang in Deutschland

Das operative Ergebnis reduzierte sich um 6,4 Prozent auf CHF 28.6 Millionen Franken. Das entspricht einer EBIT-Marge von 7,4 Prozent. Im Vorjahr waren es 8,1 Prozent gewesen. Dank einem tieferen Steueraufwand sank der Konzerngewinn um 4,6 Prozent auf 22.3 Millionen Franken.

Zu den Gründen für das gebremste Wachstum gehört ein Umsatzrückgang in Deutschland um 5,7 Prozent. Der Unterschied ist deutlich: Dort hatte Hügli in den letzten drei Jahren jeweils ein Plus von 6 Prozent erzielt. Wegen der verschärften Konkurrenzsituation seien weniger Aktionsausschreibungen gewonnen worden. Weiter habe man Produktionsaufträge wegen ungenügenden Margen aufgegeben, begründete das Unternehmen am Dienstag.

Im Ländersegment Schweiz/Übriges Westeuropa wurde ein Umsatzwachstum von insgesamt 1,2 Prozent erzielt. Positiv entwickelten sich neben der 2015 akquirierten Granovita Spanien auch die Umsätze in Italien. Die grösste Gesellschaft in der Schweiz konnte das Niveau wegen der anhaltenden Frankenstärke nur knapp verteidigen.

Investitionen sollen sich auszahlen

Die Bruttomarge lag 2016 insgesamt etwas über dem Vorjahr. Dabei wirkten sich Mixverschiebungen − ein höherer Anteil Eigenfabrikate, das Insourcing von Handelswaren − aus. Der Personalaufwand blieb auf dem Niveau von 2015. Wegen der Akquisition stieg die Anzahl an Mitarbeitenden um 4,2 Prozent auf 1496 Vollzeitstellen.

Hügli hat in den vergangenen eineinhalb Jahren in einen Neubau in Radolfzell D am Bodensee investiert und dort eine moderne Produktionsanlagen für Trockenmischprodukte aufgebaut. Das Unternehmen erwartet nun, dass eine höhere Effizienz sowie tiefere Logistikaufwendungen die Produktionskosten senken werden. An der Generalversammlung vom 17. Mai 2017 wird der Verwaltungsrat eine unveränderte Dividende von 16 Franken pro Inhaberaktie beantragen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 35 Prozent des Gewinns pro Aktie.

Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet Hügli mit einem Wirtschaftsumfeld, das von teils stagnierenden Märkten und einem verschärften Wettbewerb geprägt ist.

Hügli wurde 1935 in der Schweiz gegründet. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben eines der führenden europäischen Lebensmittelunternehmen im Geschäft mit Trockenmischprodukten wie Suppen, Saucen, Bouillon, Fertiggerichten, Desserts, funktionalen Nahrungsmitteln und Feinkost-Spezialitäten. (sda)

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