Rohner Magenbrot: Jetzt redet der neue Chef

Marcel Lutz ist der neue Chef bei der Magenbrot Rohner AG. Er erfüllt sich damit einen Kindheitstraum.

Vanessa Kobelt
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Marcel Lutz ist der neue Geschäftsführer der Magenbrot Rohner AG.

Marcel Lutz ist der neue Geschäftsführer der Magenbrot Rohner AG.

Bild: PD

Ihre rosaroten Papiersäckli sind fast gleichbedeutend mit Jahrmarkt: Die Firma Magenbrot Rohner AG aus Rebstein hat sich mit Magenbrot schweizweit einen Namen gemacht. Letzten Herbst wechselte das Traditionsunternehmen den Besitzer. Der neue Geschäftsführer, Marcel Lutz, setzt auf Expansion.

Der frühere Geschäftsführer Marcel Rohner hat das Familienunternehmen Ende Oktober verkauft. Was ist seither geschehen?

Wir haben die letzten zwei, drei Monate genutzt, um alles sauber zu übergeben, alles in Schwung zu halten und das Tagesgeschäft sowie den Produktionsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Warum wurde die Firma Magenbrot Rohner AG überhaupt verkauft?

Der Verkäufer Marcel Rohner hatte die Absicht, sich auf die Entwicklung neuer Ideen zu konzentrieren. Wir Käufer erfüllen uns mit dem Kauf einen Kindheitswunsch. Ein glücklicher Zufall brachte uns näher, und wir konnten eine für beide Seiten gute Lösung finden.

Was reizt sie am Magenbrotgeschäft?

Ich war schon als 20-Jähriger für die Magenbrot Rohner AG als Buchhalter tätig. Unsere Familien kennen sich schon sehr lange. Als ich damals die Buchhaltung für Max Rohner machte, dachte ich mir, dass ich dieses Magenbrot gerne selbst erfunden hätte. Jetzt bin ich Geschäftsführer. Damit geht ein Wunsch in Erfüllung.

Wird es für den Kunden sichtbare oder spürbare Veränderungen geben?

Nein, alles bleibt bestehen.

Bleiben der Rheintaler Standort und die Arbeitsplätze der Rohner AG erhalten?

Ja, wir bleiben in Rebstein und die ganze Mannschaft wurde übernommen.

Wie wollen Sie das Unternehmen entwickeln?

Die meisten Leute kennen nur unser Magenbrot. Wir haben aber noch weitere Produkte, die wir in Rohners Nussbrennerei herstellen. Dazu gehören gebrannte Mandeln, gebrannte Kokosmandeln, gebrannte Haselnüsse, Cashewkerne, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne. Diese Produkte wollen wir in der deutschen Schweiz verkaufen.

Wie geht es konkret weiter?

Wir machen vorerst weiter wie bisher. Wie bereits erwähnt, wollen wir die Produktpalette in der deutschen Schweiz verkaufen und weitere Produkte entwickeln und anbieten. Aber immer eins nach dem anderen.

Wo sehen Sie die Firma in fünf Jahren?

Mir ist es wichtig, bis dahin immer noch Produzent des feinsten Magenbrots nördlich der Alpen zu sein. Ich wünsche mir auch eine langsame Vergrösserung der Produktion und die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen. Ausserdem wollen wir neue Produkte kreieren.

Fühlen Sie sich als Treuhandexperte wohl in der Magenbrot-Branche?

Ja, sehr. Ich bin seit über 25 Jahren Treuhänder. Ich habe viele Firmen gesehen und mir ein grosses Wissen in der Unternehmensführung angeeignet. Jetzt packe ich selber an und führe die Magenbrot Rohner AG mit der bestehenden Mannschaft weiter, was mich riesig freut.

Was verbinden Sie persönlich mit der bekannten Firma Magenbrot Rohner AG?

Kindheitserinnerungen an die Chilbi, unsere Familien, die sich kennen, eine sehr gute Beziehung zu den Inhabern und natürlich esse ich das Magenbrot und die gebrannten Mandeln und Nüsse sehr gern.