Rieter insgesamt zurückgeworfen

WINTERTHUR. Ein anziehendes zweites Halbjahr hat beim Maschinen- und Systemhersteller Rieter den Umsatz- und Bestellungsrückgang 2015 nicht auswetzen können. Der Umsatz sank um 10% auf 1,04 Mrd. Franken. Der Bestellungseingang brach um 30% auf 801,6 Mio. Fr. ein.

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WINTERTHUR. Ein anziehendes zweites Halbjahr hat beim Maschinen- und Systemhersteller Rieter den Umsatz- und Bestellungsrückgang 2015 nicht auswetzen können. Der Umsatz sank um 10% auf 1,04 Mrd. Franken. Der Bestellungseingang brach um 30% auf 801,6 Mio. Fr. ein. Dabei nahm der Bestellungseingang im zweiten Halbjahr um 6% zu, wie Rieter mitteilte. Der Bestellungsbestand lag Ende Jahr auf rund 470 Mio. Franken.

Der Einfluss des plötzlichen Erstarkens des Frankens nach der Freigabe des Euromindestkurses im Januar 2015 auf das Ergebnis des exportabhängigen Maschinenbauers ist offensichtlich. Bereits Ende Oktober teilte Rieter mit, dass am Standort Winterthur über 200 Stellen abgebaut werden sollen. «Der starke Franken ist mit ein Grund für den Stellenabbau», sagt Rieter-Sprecherin Cornelia Schreier auf Anfrage. Ziel sei, die Kosten in Schweizer Franken zu senken. Ende September 2015 beschäftigte Rieter in Winterthur 855 Mitarbeitende. Vor Ort verschwinden 150 Stellen und die Zahl der temporären Mitarbeitenden wird um 59 verringert.

Das entsprechende Konsultationsverfahren sei Mitte November abgeschlossen worden, sagt Schreier. Bis Ende 2016 will Rieter einen Hauptteil des Abbaus über die Bühne gebracht haben. «Es ist uns wichtig, möglichst wenige Mitarbeiter entlassen zu müssen», sagt Schreier. (sda)

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