Rieter hat sich gefangen

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Textilmaschinen Der Winterthurer Rieter-Konzern hat im ersten Semester dieses Jahres 415 Millionen Franken umgesetzt. Das sind 5 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode und 18 Prozent weniger als im zweiten Semester 2016. Der Rückgang ist Folge des Einbruchs der Bestellungen im vergangenen Jahr.

Doch nun geht der Hersteller von Textilmaschinen und Komponenten davon aus, den Tiefpunkt bereits überwunden zu haben. Seit Frühling ziehen die Bestellungen wieder an, wie Rieter-Chef Norbert Klapper sagt. Das hat den Auftragsbestand zur Jahresmitte von 440 Millionen Franken (Ende 2016) auf 545 Millionen Franken angehoben. Der Reingewinn im ersten Semester sank lediglich um ein Prozent auf 10,9 Millionen Franken – auch dank des Sparprogramms, mit dem Rieter die Produktion in Winterthur gekürzt hat.

Für den weiteren Verlauf des Jahres geht Klapper davon aus, dass Rieter das Niveau des Bestellungseingangs halten kann. Entsprechend lautet der Ausblick, dass Rieter 2017 etwa das Resultat des Vorjahres erreichen sollte, wobei der Umsatz leicht höher und der Betriebsgewinn leicht tiefer ausfallen dürfte.

Sorgen bereitet das Geschäft in der Türkei, wo Rieters Umsatz auf ein «tiefes Niveau» gefallen ist, das voraussichtlich anhalte. Die türkischen Textilfabrikanten zeigten sich wegen der politischen Ungewissheit bei den Bestellungen zurückhaltend. Zugelegt hat Rieter in China, wo aber eher Maschinen mit tieferen Margen verkauft werden. (sda/red)