Rheintaler Befestigungstechnikkonzern SFS gibt einen verhaltenen Ausblick

Die SFS Group ist vergangenes Jahr nach anfänglichen Rückschlägen allmählich besser in die Gänge gekommen. Doch eine wirkliche Belebung sieht anders aus.

Thomas Griesser Kym
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SFS fertigt zum Beispiel Miniaturschrauben für iPhones.

SFS fertigt zum Beispiel Miniaturschrauben für iPhones.

Bild: PD

Der Technologiekonzern der Rheintaler SFS Group hat vergangenes Jahr die Abschwächung auf diversen Märkten verspürt. Ausgehend von der Autoindustrie hat sich das Nachlassen der Dynamik auf die Elektronik- und schliesslich auf weitere Zweige der Industrie ausgeweitet.

Dass der Umsatz der Befestigungstechnikgruppe trotzdem um 2,5 Prozent auf 1,78 Milliarden Franken gestiegen ist, hat mit einem Anziehen der Verkäufe im zweiten Semester und mit Akquisitionseffekten zu tun. Geholfen haben zudem gute Verkäufe an die Bau- und die Medizinalindustrie.

SFS hat nun über 10'000 Beschäftigte

in Mio. Franken 2018 2019 Veränderung in %
Umsatz17381 781+2,5
Betriebsergebnis243239-1.6
Konzerngewinn194207+6,5
Mitarbeiter986510 204+3,4

2020 erwartet SFS-Chef Jens Breu indessen keine Erholung des Umsatzes. Im Gegenteil: Geplant wird mit einem Rückgang zwischen 1 und 3 Prozent, vor allem auch in der Erwartung negativer Währungseffekte im Umfang von 3,5 Prozent als Folge der erneuten Frankenstärke.

Schweizer «Leitwerke der SFS»

Für die operative Marge werden 12 bis 14 Prozent in Aussicht gestellt nach 13,4 Prozent im Vorjahr. Breu setzt auf Innovationen, das Hochfahren neuer Kundenprojekte und die hohe Produktivität der Werke. In China wurde der neue Standort Nantong bezogen, zu tieferen Kosten und schneller als erwartet. Punkto Corona-Virus sagte Breu, in den chinesischen SFS-Fabriken seien inzwischen wieder 70 Prozent der Angestellten an der Arbeit, und man habe konzernweit keine Krankheitsfälle.

Der Ausbau in Asien soll laut Breu nicht zu Lasten der Schweizer «Leitwerke der SFS» gehen. Diese sind führend bei Technologie und Innovation, und es sei gelungen, den hiesigen Bestand von 2500 Beschäftigten (fast ein Viertel der globalen Belegschaft) zu halten. Auch flossen 42 Prozent der Investitionen 2019 in die hiesigen Standorte, und in Hallau hat der Ausbau des Mikrospritzgusswerks begonnen.

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