Rheinmetall unter Verdacht

Zürich. Die Waffenschmiede Rheinmetall Air Defence mit Sitz in Zürich steht in Indien unter Korruptionsverdacht. Wie die «Financial Times» schreibt, empfiehlt die indische Bundespolizei dem Verteidigungsministerium, das Unternehmen sowie fünf weitere Firmen auf die schwarze Liste zu setzen.

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Zürich. Die Waffenschmiede Rheinmetall Air Defence mit Sitz in Zürich steht in Indien unter Korruptionsverdacht. Wie die «Financial Times» schreibt, empfiehlt die indische Bundespolizei dem Verteidigungsministerium, das Unternehmen sowie fünf weitere Firmen auf die schwarze Liste zu setzen. Sollte die Regierung das tun, wäre der deutsche Rheinmetall-Konzern von allen Ausschreibungen im Milliardenmarkt Indien ausgeschlossen.

Rheinmetall Air Defence hiess früher Oerlikon Contraves Defence, die 1999 vom Oerlikon-Konzern an Rheinmetall verkauft und per Anfang 2009 umfirmiert wurde. Rheinmetall Air Defence und den anderen beschuldigten Firmen werden laut der Zeitung illegale Zuwendungen an den damaligen Chef des Industriekonzerns des Verteidigungsministeriums vorgeworfen. Der Manager trat 2009 zurück und wurde anschliessend festgenommen. Rheinmetall bestreitet alle Vorwürfe. (red.)

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