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RESTRUKTURIERUNG: Froneri zeigt sich sozial

Ein Sozialplan soll die Folgen des Stellenabbaus in den Froneri-Fabriken am Bodensee mildern. Das Unternehmen verspricht eine Lösung für jeden Betroffenen.
Thomas Griesser Kym
Die Froneri-Fabriken in Goldach und Rorschach sind zu 35 Prozent exportorientiert. (Bild: Urs Bucher)

Die Froneri-Fabriken in Goldach und Rorschach sind zu 35 Prozent exportorientiert. (Bild: Urs Bucher)

Am vergangenen Freitag ist die Konsultationsphase bei der Froneri Switzerland S.A. abgelaufen. Das Unternehmen, ein Joint Venture von Nestlé und der Beteiligungsgesellschaft PAI Partners, betreibt in der Schweiz zwei Fabriken. Jene in Rorschach stellt Findus-Tiefkühlkost her, jene in Goldach Frisco- und Mövenpick-Glace. Um die Produktion rationeller und rentabler zu machen und die Konkurrenzfähigkeit vor allem im Exportgeschäft zu verbessern, hat das Unternehmen vor ein paar Wochen den Abbau von bis zu 55 der 180 Fabrikarbeitsplätze angekündigt.

Im Rahmen der Konsultation hat die Geschäftsleitung unter Jouni Palokangas zusammen mit der Personalkommission und der Gewerkschaft Unia einen Sozialplan ausgehandelt. Dieser ist vergangenen Dienstag der Belegschaft vorgestellt worden. Der regionale Unia-Industriekoordinator Arno Russi zeigt sich den Umständen entsprechend zufrieden mit den Ergebnissen. Für Frühpensionierungen – Palokangas geht von deren 15 bis 20 aus – wird es individuelle Finanzierungsvorschläge geben, für Abgangsentschädigungen wird ein Fonds eingerichtet, und in Kürze nimmt in der Firma ein externes Büro eine Outplacement-Beratung auf. Deren Dienstleistungen wie Standortbestimmung, Hilfe bei der Stellensuche oder Umschulungen würden für sechs Monate angeboten.

«Das Schlimmste abgewendet»

Ziel ist es laut Palokangas, für jeden der rund drei Dutzend Mitarbeitenden, die ihre Stelle verlieren und eine neue Arbeit suchen, eine Lösung zu finden. Parallel dazu kontaktiert Froneri zur Vermittlung von Angestellten andere Firmen in der Region, und vorgesehen sei, gewisse Services künftig in Eigenregie zu erbringen statt wie bisher von externen Anbietern zu beziehen, etwa im Sicherheitsdienst oder für Unterhaltsarbeiten. So könnten ein paar Leute bei entsprechender Eignung intern versetzt werden.

Klar ist jedoch laut Palokangas, dass die Fabrikation künftig mit 55 Stellen weniger auskommen wird. Ab Ende Monat wird schrittweise auf Drei-Schicht-Betrieb umgestellt, und künftig soll immer nur eine der beiden Fabriken produzieren, während in der anderen gereinigt, gewartet usw. wird. Palokangas zeigt sich zuversichtlich, dass die Restrukturierung die Standorte voranbringt und langfristig sichert. Russi ist schon zufrieden, dass man «das Schlimmste abgewendet» habe: eine Schliessung wie im norditalienischen Parma, wo Froneri eine Fabrik dichtmachen und alle 120 Angestellten entlassen will.

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