Rekordverlust für spanische Bankia

MADRID. Die spanische Bankengruppe Bankia hat vergangenes Jahr den grössten Verlust in der Wirtschaftsgeschichte des Landes geschrieben. 19,2 Mrd. € (23,5 Mrd. Fr.) gingen wegen riesiger Abschreibungen auf Immobilien verloren, wie das verstaatlichte Geldinstitut mitteilte.

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MADRID. Die spanische Bankengruppe Bankia hat vergangenes Jahr den grössten Verlust in der Wirtschaftsgeschichte des Landes geschrieben. 19,2 Mrd. € (23,5 Mrd. Fr.) gingen wegen riesiger Abschreibungen auf Immobilien verloren, wie das verstaatlichte Geldinstitut mitteilte. In diesem Jahr hofft der vor zwei Jahren gegründete Bankia-Verbund, der aus angeschlagenen spanischen Regionalbanken zusammengezimmert worden war, auf eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Das Unternehmen baut 4500 Stellen ab und schliesst ein Drittel der Filialen. Über 22 Mrd. € an faulen Immobilienkrediten werden bei der staatlichen Abwicklungsgesellschaft abgeladen, der Bad Bank Sareb. Zudem sollen Bankia und die ebenfalls neugegründete Mutter BFA, in der die Beteiligungen an anderen Firmen gebündelt sind, gut 18 Mrd. € als Kapitalspritze aus europäischen Hilfstöpfen erhalten. (rtr/afp)