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REISEN: Brexit bereitet Hotelplan Bauchweh

Die Hotelplan Group kann mit dem Geschäftsjahr zufrieden sein – wäre da nicht Grossbritannien.
Dominik Buholzer

Am 23. Juni 2016 stimmten 51,89 Prozent der britischen Wähler für einen Austritt Grossbritanniens aus der EU. Seither ist unklar, wohin die Reise geht. «Das ist eine sehr unangenehme Situation, dies bereitet uns Bauchweh», sagt Hotelplan-Group-Chef Thomas Stirnimann. Denn das Geschäft in Grossbritannien ist für den Erfolg des Schweizer Reiseanbieters nicht unwesentlich. Insbeson­dere profitiert Hotelplan von der Personenfreizügigkeit. Letztlich geht es um 1500 Personen, die für die Gästebetreuung tätig sind. «Fällt die Personenfreizügigkeit für Briten weg, wird unser Geschäft auf eine echte Probe gestellt», sagt Stirnimann.

Wolken über Skiferien-Geschäft

Mit englischen Touristen erzielte Hotelplan im letzten Geschäftsjahr 251,8 Millionen Pfund – 3,2 Prozent mehr als im Jahr davor. Noch läuft also das England-Geschäft. Doch es ziehen erste Wolken auf. Vor allem im Ski­ferienbereich macht sich die Abwertung des Pfunds und damit der Umstand, dass Ferien für Briten teurer werden, bemerkbar. «Der Winter 2018/19 dürfte trübe werden», sagt Stirnimann. Dafür zeigt sich das Geschäft mit Wander- und Veloferien als robust. Um dies abzusichern, eröffnet Hotelplan spätestens im Sommer 2019 ein Jurtendorf in Island.

Zusammenarbeit mit Airbnb und booking.com

Ansonsten bewegt sich die Hotelplan-Gruppe auf Erfolgskurs. Das letzte Geschäftsjahr war laut Stirnimann mit einem verrechneten Gesamtumsatz von 1379,4 Millionen Franken «sehr erfreulich». Das Betriebsergebnis, zuletzt in der Verlustzone, stieg um 16,7 Millionen. Damit resultiert nun ein Betriebsgewinn von 5 Millionen Franken. Alle Geschäftseinheiten sind im Plus, ausser das Buchungsportal Bedfinder. Dieses muss auch noch nicht schwarze Zahlen schreiben, weil es erst Ende 2016 als Start-up lanciert worden ist.

Die Aussichten sind jedoch vielversprechend. Bedfinder vereinfacht das Buchen von Reisen, weil man die Suchplattform nicht verlassen muss. Im ersten Jahr ­erzielte das Schweizer Start-up ­einen Umsatz von 13,7 Millionen Franken, für 2018 wird gar mit 30 bis 50 Millionen Franken gerechnet. «Bedfinder hat Fuss gefasst», sagt Stirnimann. Bedfinder ist mit einer Zusammenarbeit mit Google für die USA und später Grossbritannien gestartet. Mittlerweile setzen auch Trivago und Kajak auf das Angebot und neu auch Tripadvisor.

Heute beschränkt sich das Angebot von Bedfinder auf Hotelbuchungen, im Verlaufe dieses Jahres sollen aber auch Tests mit ganzen Packages gemacht werden. Mit den vermeintlichen Konkurrenten zusammenzuarbeiten, hat sich für die Hotelplan Group zum erfolgversprechenden Modell entwickelt. Im Ferienwohnungsbereich liefert das Unternehmen für Onlineriesen wie booking.com oder Airbnb Angebote. Dies zahlt sich nicht nur für die Ferienwohnungsbesitzer aus, sondern auch für Hotelplan. Die Sparte Holiday Home Division mit Interhome und Inter Chalet legte im letzten Geschäftsjahr beim Umsatz um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Dominik Buholzer

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