Regionalbank Valiant expandiert in die Ostschweiz

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Geschäftsstellen Valiant ist ein Schwergewicht in der Schweizer Bankenbranche: 90 Geschäftsstellen in elf Kantonen zählt das Geldinstitut mit Sitz in Bern. Mit einer Bilanzsumme von 27,2 Milliarden Franken ist Valiant annähernd so gross wie die St. Galler Kantonalbank (32,5 Milliarden). Rund 1000 Beschäftigte arbeiten für die Gruppe.

Bisher sind Aargau, Zug und Luzern die östlichsten Kantone, in denen Valiant aktiv ist. Das soll sich aber bald ändern: Ab 2019 will die Regionalbankengruppe in die Ostschweiz expandieren. Geplant sind drei Geschäftsstellen, je eine in St. Gallen, Wil und Frauenfeld. Wann genau die Filialen eröffnet werden, hängt laut Valiant-Sprecher Marc Andrey davon ab, wie rasch man geeignete Standorte an gut frequentierten Lagen finde, etwa in der Altstadt oder in anderen Fussgängerzonen. «Die Geschäftsstellen werden je nachdem 2019 oder 2020 eröffnet.» Auch Rheinfelden im Aargau erhält eine.

Beratung und Automaten, aber keine Schalter

Laut Andrey wird es sich um Beratungsgeschäftsstellen ohne Schalter, aber mit Geldautomaten handeln. Im Allgemeinen seien solche Geschäftsstellen mit drei Beraterinnen und Beratern besetzt, die Kunden in komplexeren Fragen zur Seite stehen, sagt Andrey. Der bewusste Verzicht auf Schalter, die immer weniger frequentiert würden, spare Kosten. Längerfristig ist laut Andrey angedacht, auch die Lücke zwischen der Ostschweiz und dem Rest des Landes zu schliessen. Dabei habe man die Agglomeration Zürich im Visier. Vorerst aber treibt Valiant ihre Expansion in der Romandie voran: Kommenden Dienstag öffnet eine Geschäftsstelle in Morges, 2018 folgen Filialen in Nyon und Vevey.

Im Thurgau wird Valiant erst die zweite Regionalbank sein. Für das erste Quartal 2018 hat bereits die Bank Linth eine Filiale in Frauenfeld angekündigt (T. G.)