Regionalbank: Bank Linth expandiert in den Thurgau

Im Kanton Thurgau gibt es bis jetzt keine einzige Regionalbank. Doch bald eröffnet die Bank Linth in Frauenfeld einen Standort.

Thomas Griesser Kym
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Die erste Regionalbank im Thurgau: Bank Linth. (Bild: Keystone)

Die erste Regionalbank im Thurgau: Bank Linth. (Bild: Keystone)

Im Kanton Thurgau ist die Kantonalbank der Platzhirsch. Stark präsent ist auch Raiffeisen, deren Bewegung einst im Thurgau ihren Anfang nahm. Und dann sind da noch die Grossbanken oder die Migros Bank. Regionalbanken suchte man im Thurgau bisher vergebens. Anders als im Kanton St.Gallen, wo sich regionale Geldinstitute tummeln wie Acrevis, Alpha Rheintal Bank, Clientis - oder die Bank Linth. Und eben diese Bank Linth, die grösste Ostschweizer Regionalbank mit Hauptsitz in Uznach, wagt nun den Sprung in den Thurgau. Im ersten Quartal 2018 will sie einen Standort in Frauenfeld eröffnen. Banksprecherin Marlène Frey sagt, man habe «einen idealen Standort» in der Frauenfelder Innenstadt gefunden. Die genaue Adresse mache man nach der Unterzeichnung des Mietvertrages publik. Beschäftigt werden sollen zwei oder drei Mitarbeitende.
 
Die Bank Linth spricht bewusst von einem Standort und nicht von einer Geschäftsstelle. Denn in Frauenfeld soll es keine Schalter geben. Im Zentrum stehen vielmehr Beratungen und Dienstleistungen für Privatkunden, Firmenkunden und im Private Banking (Anlageberatung und Vermögensverwaltung). Aber auch am Standort Frauenfeld wird es möglich sein, persönlich ein Konto zu eröffnen. Ein Bancomat sei dagegen nicht geplant.
 
Derzeit ist die Bank Linth mit 19 Filialen präsent, in den fünf Regionen Linthgebiet, Zürichsee, Sarganserland, Ausserschwyz und Winterthur. Die Expansion in den Thurgau sei mit eine Folge des Erfolgs der Geschäftsstelle in Winterthur, die 2012 eröffnet wurde und mit deren Entwicklung man «sehr zufrieden» sei, wie Frey sagt. Weitere neue Standorte seien derzeit nicht in Planung. Aber: «Sind die Nachfrage, die Marktlage und entsprechende Mietobjekte vorhanden, können wir uns eine weitere Expansion in Richtung Nordostschweiz durchaus vorstellen», sagt Frey.