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Rechtzeitig die Weichen stellen

Ein Team von Studierenden der FHS St. Gallen hat für das Beratungsunternehmen Parm AG ein System entwickelt, um frühzeitig zu erkennen, wie sich ein Projekt entwickelt. Dafür wurden die Studierenden für den WTT Young Leader Award nominiert.
Das Studierenden-Team der FHS war für die Parm AG im Einsatz. (Bild: pd)

Das Studierenden-Team der FHS war für die Parm AG im Einsatz. (Bild: pd)

ST. GALLEN. Key Performance Indicators (KPI) sind vornehmlich ein Blick in die Vergangenheit: Es wird betrachtet, wie gut strategisch relevante Indikatoren erfüllt wurden. Anhand von Frühindikatoren soll erkannt werden, ob sich ein Projekt zielgerichtet entwickelt. Um die meist undefinierten Verbindungen zwischen Frühindikatoren und KPI zu beschreiben und zu evaluieren, gab die Parm AG aus St. Gallen, ein Unternehmen, das Lösungen für Management-Informationssysteme, Projektmanagement und -controlling anbietet, ein Praxisprojekt an Studierende der Fachhochschule St. Gallen (FHS) in Auftrag. Die Arbeit ist für den WTT Young Leader Award in der Kategorie Managementkonzeption nominiert.

KMU-taugliche Lösungen

«Wir möchten Dienstleistungen mit wissenschaftlichem Hintergrund anbieten, die gleichzeitig KMU-tauglich sind. Damit ist eine Zusammenarbeit mit der FHS St. Gallen naheliegend», erklärt Eduard Pfister, CEO der Parm AG, die Auftragserteilung an das Praxisteam der Fachhochschule. Die Projektgruppe– Projektleiter Benjamin Dudler, Philippe Willi, Martina Niedermann und Manuel Danzeisen – zeigte in einem komplexen Modell auf, welcher KPI von welchen Frühindikatoren beeinflusst wird und welcher Frühindikator auf welche anderen Kennzahlen wirkt.

Dabei konzentrierte sich die Arbeit auf die drei Branchen Engineering, Gesundheitswesen und Non Profit Organisationen (NPO). Dem Gesundheitswesen wie auch den NPO fehle das Verständnis und die Motivation zur Umsetzung eines effektiven Projektcontrollings, sagt Benjamin Dudler. Dank der Einfachheit des erarbeiteten Referenzmodells könne der Nutzer mit anfänglich nur wenigen Kennzahlen und Beziehungen arbeiten. Während des Projektmanagements kann die Auswertung schrittweise verfeinert werden.

Wissenschaftliches Neuland

Das Team beschrieb nicht nur die Verbindung zwischen den Frühindikatoren und Zielen, die Studierenden definierten auch verschiedene weitere Attribute. Über mehrere Stufen wurden die Erkenntnisse anhand von Interviews überprüft. Herausfordernd war ihre Arbeit auch deshalb, weil Literatur zum Thema fehle, sagt FHS-Professor Andreas Löhrer, der das Team von der FHS aus coachte. Die Arbeit beschreite wissenschaftliches Neuland. «Diese Arbeit ist der Anfang, um dieses Feld weiter zu erforschen. Damit können im Bereich Controlling die Planung und der Ist-Zustand miteinander verglichen werden und anhand von Simulationen und Frühwarnsystemen ein Trend formuliert werden, der möglichst nahe an die Zukunft herankommt», erklärt Andreas Löhrer.

«Für uns ist die Arbeit einerseits von wissenschaftlichem Interesse und wir können uns vorstellen, die Resultate in einer wissenschaftlichen Publikation zu verwerten. Gleichzeitig aber konnten wir die Ergebnisse bereits in unserer eigenen Software umsetzen. Unsere Beratungsdienstleistung ist damit noch wertvoller geworden», sagt Eduard Pfister. Die Resultate gingen von der Theorie direkt in ein Produkt. Dies bringe der Parm AG einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil, sagt er. (red.)

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