Reale und virtuelle Welt verschmelzen

REDMOND. Die Zukunft soll schon bald beginnen. Genauer gesagt rund um den Verkaufsstart des neuen Betriebssystems Windows10. Dann sollen Verbraucher auch eine streng geheim entwickelte Computerbrille kaufen können.

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Hololens-Brille von Microsoft. (Bild: ky/Elaine Thompson)

Hololens-Brille von Microsoft. (Bild: ky/Elaine Thompson)

REDMOND. Die Zukunft soll schon bald beginnen. Genauer gesagt rund um den Verkaufsstart des neuen Betriebssystems Windows10. Dann sollen Verbraucher auch eine streng geheim entwickelte Computerbrille kaufen können. Diese sieht aus wie die Kreuzung einer Skibrille mit Google-Glass, kann nach Überzeugung des Microsoft-Projektmanagers Alex Kipman aber weit mehr als die Konkurrenz.

Holographischer Computer

«Wir haben den am weitesten entwickelten holographischen Computer gebaut, den die Welt je gesehen hat», preist Kipman den Coup am Konzernsitz in Redmond an. Das Potenzial der futuristischen Brille mit eingebauten Highend-Prozessor und Grafikchip verspricht praktische Anwendungen, die den Alltag umwälzen könnten. Neben einfachen Anwendungen etwa bei Hausreparaturen bietet sich die Technik auch für anspruchsvollere Situationen an. Denkbar sind zum Beispiel software-gesteuerte medizinische Eingriffe, das Design eines neuen Motorrads oder die Erforschung komplexer Moleküle. Architekten und Ingenieure können sich die Holographie für ihre Arbeit ebenso zunutze machen wie sich für Gamer sprichwörtlich neue Spieldimensionen erschliessen lassen.

Nadella ist begeistert

Microsoft-Chef Satya Nadella lobt die neue Technologie als Quantensprung, die mit der Einführung mobiler Computer, der Datenwolke oder den Internetsuchdiensten vergleichbar sei. Für den Holographie-Experten Mark Bolas von der University of Southern California hängt der Erfolg davon ab, «ob es gelingt, virtuelle und reale Welt übergangslos miteinander zu verschmelzen». (T.S.)