«Raum für wichtige Dinge»

Brigitte Breisacher, Unternehmensleiterin der Alpnach Norm, erklärt im Gespräch, was im Beruf und beim Wohnen wichtig ist. Die Gruppe mit 200 Mitarbeitenden umfasst vier Werke in der Schweiz und mehrere Ausstellungen. Im Mutterhaus in Alpnach Dorf werden alle Schrankprodukte hergestellt.

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Brigitte Breisacher Alpnach-Norm-Chefin und Referentin am KMU-Tag (Bild: pd)

Brigitte Breisacher Alpnach-Norm-Chefin und Referentin am KMU-Tag (Bild: pd)

Brigitte Breisacher, Unternehmensleiterin der Alpnach Norm, erklärt im Gespräch, was im Beruf und beim Wohnen wichtig ist. Die Gruppe mit 200 Mitarbeitenden umfasst vier Werke in der Schweiz und mehrere Ausstellungen. Im Mutterhaus in Alpnach Dorf werden alle Schrankprodukte hergestellt.

Frau Breisacher, Sie waren schon als Kind oft in der Möbelbaufirma Ihrer Familie anzutreffen. Was hat Sie besonders fasziniert?

Es war mir wichtig, bei meinem Vater zu sein. Und wenn ich dann auf seinem schwarzen Ledersessel sass, war ich das glücklichste Kind. Je älter ich wurde, umso mehr interessierten mich die Menschen und die Produkte. Ich wollte ein Teil von dieser Wertschöpfung sein.

2008 haben Sie das von Ihrem Vater gegründete Unternehmen als Alleineigentümerin übernommen. Worauf achten Sie in der Unternehmensführung?

Dass die Werte, die wir nach innen und nach aussen ausstrahlen, eingehalten und gelebt werden. Dass der Arbeitsfrieden erhalten bleibt und dass jeder seinen Fähigkeiten entsprechend am richtigen Arbeitsplatz wirken kann. Mitarbeiter werden in Projekte mit einbezogen und auch die Wertschätzung soll seinen Platz haben.

Die Konkurrenz in der Branche, auch aus dem Ausland, ist intensiv. Wie behaupten Sie sich als Schweizer Unternehmen für Schränke und Küchen?

Indem wir Wert auf die Qualität beim Produkt und auch auf die ganze Dienstleistung legen. Flexibilität und kurze Lieferzeiten sind ein grosses Thema. Unsere Kunden sollen von unseren Produkten begeistert sein und uns so als Von-Mund-zu-Mund-Propaganda weiterempfehlen.

Wie sichern Sie das handwerkliche Know-how?

Indem wir auch jungen Menschen die Chance geben, einerseits eine Lehre zu absolvieren und andererseits auch Quereinsteigern die Möglichkeit bieten, sich das notwendige Wissen mit Learning-by-Doing und gezielten Fachkursen anzueignen.

Architektur und Inneneinrichtung sind dem Zeitgeist unterworfen. Werden Schränke jemals aus der Mode kommen – falls nicht, warum?

Nein, werden sie nicht. Denn irgendwo braucht es immer Stauraum für schöne Kleider und für Dinge, die einem wichtig sind. Stauraummöbel bedeuten Ordnung und Übersicht. Die Wohnung soll der Rückzugs- und Kraftort sein – je harmonischer die Einrichtung, umso wohler fühlt man sich zu Hause. (T. F.)

SG - Thema Businesslunch Besteck Gabel Serviette gedeckter Tisch bei Nett Restaurant Schützengarten (Bild: Ralph Ribi)

SG - Thema Businesslunch Besteck Gabel Serviette gedeckter Tisch bei Nett Restaurant Schützengarten (Bild: Ralph Ribi)