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RAG-Stiftung will Anteil an Stadler Rail verdoppeln

Thomas Griesser Kym

Aktionariat Peter Spuhler gibt voraussichtlich weitere 5 Prozent an Stadler Rail ab. Käuferin wäre die deutsche RAG-Stiftung, die damit ihren Anteil am Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer auf 10 Prozent verdoppeln würde. Laut Stadler-Sprecherin Marina Winder laufen derzeit Verhandlungen. Kommt die Trans­aktion zu Stande, wird Stadler-Patron Spuhler noch 78 Prozent an seinem Unternehmen halten. Weitere 12 Prozent liegen in den Händen des Managements und der Belegschaft.

Dass die RAG-Stiftung ihre Beteiligung aufstocken will, wurde vergangene Woche am Rande einer Medienorientierung in Herne bekannt. In der west­deutschen Stadt baut Stadler auf einem ehemaligen Bergwerksgelände ein Werk für Wartung und Unterhalt seiner Züge, die im Ruhrgebiet verkehren werden. Verkäuferin des Geländes ist die RAG-Stiftung. Diese ist vor wenigen Tagen 10 Jahre alt geworden. Ihre Kernaufgabe ist die sozialverträgliche Beendigung des subventionierten deutschen Steinkohlebergbaus, der im RAG-Konzern gebündelt ist, bis Ende 2018.

Das Vermögen der RAG-Stiftung, das sich aus dem Verkauf von Land stillgelegter Bergwerke oder aus den Mitteln des Börsengangs des Spezialchemiekonzerns Evonik (Hauptsponsor von Borussia Dortmund) speist, wird seit gut drei Jahren von der RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH verwaltet. Diese «investiert im Rahmen der langfristigen Kapitalanlagestrategie der RAG-Stiftung in nachhaltig erfolgreiche Unternehmen». Wesentliches Ziel sei «der Aufbau einer unternehmerisch geführten Industrieholding mit innovativen und wachstumsstarken Beteiligungen». Diese sind in der Mehrzahl Mehrheitsbeteiligungen.

Über den Minderheitsanteil an Stadler sagt Sprecherin Marina Winder, die RAG-Stiftung sei vor ein paar Jahren mit 5 Prozent eingestiegen. Dies im Zuge des stufenweisen Ausstiegs der Beteiligungsgesellschaft Capvis, die 20 Prozent an Stadler gehalten hatte. Für Spuhler hatte dies den Vorteil, dass er nicht den Rückkauf des ganzen Pakets finanzieren musste. Schon damals habe die RAG-Stiftung den Wunsch geäussert, aus steuertechnischen Gründen den Anteil später erhöhen zu können. Laut Winder ist die RAG-Stiftung «kein aktiver Investor» bei Stadler. Als Bindeglied fungiert Werner Müller. Der ehemalige deutsche Wirtschaftsminister ist Chef der RAG-Stiftung und Stadler-Verwaltungsrat.

Thomas Griesser Kym

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