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St.Galler Firma Quickmail expandiert ins Paketgeschäft

Innert einer Dekade ist der private St. Galler Briefzusteller von null auf fast 100 Millionen Sendungen im Jahr gewachsen. Nun will Quickmail die Post auch im wachsenden Paketmarkt konkurrenzieren.
Thomas Griesser Kym
Quickmail will sich vom wachsenden Paketmarkt ein Stück abschneiden. (Bild: Keystone/Martin Rütschi)

Quickmail will sich vom wachsenden Paketmarkt ein Stück abschneiden. (Bild: Keystone/Martin Rütschi)

Vergangenen Herbst hat die St. Galler MS Direct Group eine Aktienmehrheit der Quickmail AG an Verium verkauft. Diese Gesellschaft ist ein Multi-Family- Office, das für seine Investoren Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen verwaltet. Damals sagte Marc Erni als Managing Partner bei Verium, man sehe «vielversprechende Möglichkeiten, die Dienstleistungen von Quickmail auszubauen». Das St. Galler Unternehmen ist der einzige private Briefzusteller in der Schweiz und hat letztes Jahr 98,8 Millionen Briefe über 50 Gramm befördert (bis 50 Gramm hat die Post das Monopol).

Nun folgen den Worten Taten: Quickmail steigt ins Paket­geschäft ein. Das zeigt eine Notiz auf der Quickmail-Website, in welcher der bisherige Logistikchef Thomas Ulmann neu als Chief Operating Officer (COO) Quickpac vorgestellt wird. Auf Ulmanns Anschluss in St. Gallen nimmt sein Nachfolger als Logistikchef ab, Michael Müller, der seit Anfang Jahr in der Firma ist. Ulmann selber hat sein Büro vom Quickmail-Hauptsitz nach Winterthur gezügelt.

Investitionen und neue Arbeitsplätze

Quickmail-Marketingleiterin Rachel Halpern will sich auf Anfrage über das neue Geschäft nicht äussern, sondern verweist auf eine Pressemitteilung, die am Freitag verschickt werde. Gegenüber der «Handelszeitung» hat allerdings Co-Geschäftsführer Bernard Germanier im Vorfeld bereits ausführlich Stellung bezogen. Demnach will Quickpac ab Mitte Mai die ersten Pakete in der Region Zürich und Mittelland zustellen. Das Angebot dürfte ausserhalb des aktuellen Kundenkreises – Quickmail stellt adressierte Briefe, Mailings und Kataloge für Grosskunden wie Weltbild, Lehner Versand, Swica usw. zu – vor allem für Elektronikhändler interessant sein, so Germanier.

Ferner vertraute er dem Blatt an, dass man in den Aufbau der neuen Dienstleistung in den ersten Jahren mehrere Millionen Franken investiere und so neue Arbeitsplätze schaffe. Ab Mai seien es 60 Stellen, bis 2024 sollen es 1200 sein. Derzeit hat Quickmail 150 Vollzeitangestellte und 3050 Teilzeitkräfte. Umgerechnet auf Vollzeitstellen sind es deren 530. In drei bis vier Jahren soll Quickpac erstmals rentieren.

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