Privatbanken sehen sich stärker belastet

BERN. Schweizer Privatbanken und Vermögensverwalter stecken im Wandel. Nun sehen sie sich von der SNB doppelt belastet. Vom Negativzins seien sie stärker betroffen als Grossbanken, und die Aufgabe des Mindestkurses erhöhe die Kosten.

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BERN. Schweizer Privatbanken und Vermögensverwalter stecken im Wandel. Nun sehen sie sich von der SNB doppelt belastet. Vom Negativzins seien sie stärker betroffen als Grossbanken, und die Aufgabe des Mindestkurses erhöhe die Kosten.

Erlöse in Fremdwährung

Die Geschäftsmodelle der Privat- und Vermögensverwaltungsbanken glichen in zentralen Punkten jenen von Exportindustrie und Tourismus: Die Kosten fielen vorwiegend in Franken an, die Erlöse hingegen zu 80 Prozent in Fremdwährungen, sagte Boris Collardi, Chef der Bank Julius Bär und Präsident der Vermögensverwalter- und Assetmanagement-Vereinigung VAV gestern in Bern.

Nur grosse Banken profitieren

«Massiv benachteiligt» seien die Privatbanken und Vermögensverwalter zudem bei den Negativzinsen auf den Giroguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Während die meisten der 40 Mitgliedsbanken von VAV und VSPB Strafzinsen zahlen müssten, profitierten grosse Banken von hohen Freibeträgen, so Gloor. (sda)