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PRINTMEDIEN: Tagblatt-Medien leiden unter Strukturwandel

Der operative Gewinn der Tagblatt-Medien verringert sich 2017 um 2,5 Millionen auf 5,2 Millionen Franken. Kostenpflichtige Digitalprodukte sollen Rückgänge im Print-Werbemarkt kompensieren helfen.

Die Tagblatt-Medien, zu denen auch das «St. Galler Tagblatt» mit seinen Regionalausgaben gehört, hat 2017 deutlich weniger verdient als im Jahr zuvor. Wie das Unternehmen mitteilt, ist der operative Gewinn um 2,5 Millionen Franken auf 5,2 Millionen Franken gesunken.

«Die Erträge aus dem Werbemarkt im Bereich Print sowie Radio und TV entwickelten sich aufgrund des strukturellen Wandels in der Medienbranche stark rückläufig», schreibt das Unternehmen dazu. Die Einnahmen aus Werbung sind bei fast allen Zeitungen zum Teil stark rückläufig.

Vor allem wegen der Integration der NZZ-Fachmedien konnten die Tagblatt-Medien zwar ihren Umsatz um 7,1 Millionen Franken auf 114,2 Millionen Franken steigern. Auf der anderen Seite stieg deswegen aber auch der Aufwand. Im vergangenen Jahr stellten die Tagblatt-Medien die gedruckte Ausgabe der «Ostschweiz am Sonntag» aus wirtschaftlichen Gründen ein. Geplant ist dieses Jahr die Einführung kostenpflichtiger Digitalprodukte, um den Rückgang im Geschäft mit den gedruckten Zeitungen zu kompensieren.

Verstärkt wurde auch die Zusammenarbeit mit den Luzerner LZ-Medien, die wie die Tagblatt-Medien zur NZZ-Mediengruppe gehören.

«Luzerner Zeitung» und «Tagblatt» fusionieren

Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die beiden NZZ-Töchter nun fusioniert werden. Der Zusammenschluss erfolgt mit Blick auf das geplante Joint Venture mit den AZ-Medien des Aargauer Verlegers Peter Wanner. Das damit entstehende Medienunternehmen werde «die nötige Finanzkraft haben, um langfristig in die Weiterentwicklung seiner Marken und Produkte zu investieren und mit Innovationen die digitale Transformation zu forcieren», schreiben die Tagblatt-Medien im Communiqué.

Das Joint Venture muss von der Wettbewerbskommission noch bewilligt werden. Die Fusion von Tagblatt-Medien und LZ-Medien sei aber auch unabhängig davon sinnvoll, denn die beiden Unternehmen seien seit 2014 operativ und strategisch schrittweise zusammengeführt worden.

Mit der Fusion wird auch der bisherige Verwaltungsrat der Tagblatt-Medien aufgelöst. Präsident Adrian Rüesch und die Verwaltungsräte Hans-Peter Klauser und Jürg Weber scheiden dann aus ihren bisherigen Positionen aus.

Das Betriebsergebnis der gesamten NZZ-Mediengruppe ­betrug laut einer Mitteilung des Unternehmens letztes Jahr 25,6 Millionen Franken, was einem Minus von 1,8 Millionen Franken entspricht. Dank einem guten Finanzergebnis weist die NZZ-Mediengruppe mit 28,7 Millionen Franken aber einen um 20 Prozent höheren Gruppengewinn als noch 2016 aus. (red)

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