PREISVERLEIHUNG: Das Wissen mit Empathie vereint

Im Final des WTT Young Leader Award der Fachhochschule St. Gallen (FHS) sind die Preisträger gekürt worden. In der Kategorie Marktforschung siegte das Team Raiffeisenbank Regio Uzwil. In der Kategorie Managementkonzeption das Team Küchler.

Thorsten Fischer
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Das glückliche Siegerteam Marktforschung: Maurin Büche, Dimitri Sonderegger, Projektleiterin Anina Angehrn, Dario Forster und Remo Wüthrich.

Das glückliche Siegerteam Marktforschung: Maurin Büche, Dimitri Sonderegger, Projektleiterin Anina Angehrn, Dario Forster und Remo Wüthrich.

Thorsten Fischer

Das beste Wissen nützt auf lange Sicht wenig, wenn es nicht weitergegeben werden kann. Darauf stimmte Sebastian Wörwag, Rektor der Fachhochschule St. Gallen (FHS), gestern Abend das Publikum aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ein. Es war in der Tonhalle zur inzwischen zehnten Vergabe des WTT Young Leader Award erschienen. Für die Weitergabe von Wissen brauche es vor allem Empathie, erklärte Wörwag. Der Wissenstransfer sei es auch, der reine ­Intelligenz zur Klugheit werden lasse, und sie damit auf die nächste Stufe hebe. Und das Beste dabei sei: «Klugheit kann man immer lernen.»

Dass Fachhochschulen wie die FHS diesen Transfer ganz gut beherrschen, untermauerten gleich zwei Redner. Der Ausserrhoder Regierungsrat Alfred Stricker nahm in seinen Überlegungen unter anderem den prägnanten Turm der FHS auf. Die verschiedenen Ebenen innerhalb liessen sich mühelos mit dem Lift erreichen. Der FHS gelinge es aber ebenso, sich nach draussen zu vernetzen. Gerade die Studierenden seien mit Kraft und Leidenschaft dabei, wenn es um den direkten Austausch gehe.

Roland Waibel, Leiter des Instituts für Unternehmensführung IFU-FHS, fügte in seinem Award-Referat gleich noch weitere Eigenschaften an, die die Studierenden auszeichneten. Sie ständen mit beiden Beinen auf dem Boden, seien keine Besserwisser und «einfach gmögig». Die zahlreichen, schön klingenden Worte untermauerte Waibel dann aber auch mit Statistiken. Als Gradmesser kann etwa gelten, dass die Berufseintrittsquoten von Fachhochschulabgängern jeweils hoch liegen, was laut Waibel zeigt, «dass die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind». Nicht nur auf vernetztes Denken werde Wert gelegt, sondern auch, dass sich die Studierenden in die praxisnahe Ausbildung «rein­knien». In ihre Projekte reingekniet hatten sich zweifelsohne auch alle Nominierten für den WTT Young Leader Award. Bei der Preisvergabe durch Moderator Peter Müller ergatterte sich in der Kategorie Marktforschung das Team Raiffeisenbank Regio Uzwil den ersten Platz. Die Studierenden hatten Massnahmen erarbeitet, mit denen die Bankbindung zur Jugend gefördert wird. Die Jury überzeugte, wie das Team die Aspekte praxistauglich auf den Punkt brachte. Hinter ihnen aufs Podest schaffte es das Team Trumpf Grüsch AG und das Team Hefe Schweiz AG. In der Kategorie Managementkonzeption überzeugte das Team Küchler AG (digitales Marketing für Bodenbeläge). Hier fand die Jury, die Studierenden hätten äusserst fundierte Ausführungen erarbeitet. Es folgten das Team Mibelle und das Team Raiffeisen Schweiz. Total betrug die Gewinnsumme 22000 Franken. Bühler AG und Leica Geosystems AG überreichten aus ihren Sponsoringbeiträgen für die beiden Gewinnerteams je 6000 Franken. Bauwerk Parkett AG und die Genossenschaft Migros Ostschweiz übergaben für die Zweitrangierten je 3000 und die Drittrangierten je 2000 Franken.

Insgesamt zeigte der Abend, dass sich die Ostschweiz weiter vernetzt. Nicht nur, dass St. Gallen technologisch als «Smart City» voran geht, wie Stadtrat Peter Jans verdeutlichte. In den Teams wirkten internationale Studenten mit – aus China, Südkorea und den USA, wobei Letztere extra aus Pittsburgh zum Event nach St. Gallen reisten.

Vier Mitglieder des jubelnden Siegerteams Managementkonzeption: Ramon Beerli, Raffaele Vignacastrisi, Projektleiterin Lorena Lütscher, Nermina Beganovic. (Bild: Ralph Ribi)

Vier Mitglieder des jubelnden Siegerteams Managementkonzeption: Ramon Beerli, Raffaele Vignacastrisi, Projektleiterin Lorena Lütscher, Nermina Beganovic. (Bild: Ralph Ribi)