Pilatus öffnet Auftragsbuch für PC-24 wieder

Seit Februar des vergangenen Jahres wurden bis dato 30 Modelle des Business-Jets ausgeliefert. Die Resonanz ist laut Verwaltungsratspräsident Oscar Schwenk äusserst positiv.

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Blick in die Produktionshallen des PC-24 bei den Pilatusflugzeugwerken in Stans. (Bild: Pius Amrein, 1. Mai 2018)

Blick in die Produktionshallen des PC-24 bei den Pilatusflugzeugwerken in Stans. (Bild: Pius Amrein, 1. Mai 2018)

(sda/mim) Ab sofort nimmt der Nidwaldner Flugzeughersteller Pilatus wieder Bestellungen für seinen neuen Business-Jet PC-24 entgegen, wie das Unternehmen mitteilt. Der Jet war im vergangenen Jahr zum ersten Mal ausgeliefert worden. Pilatus-Verwaltungsratspräsident Oscar Schwenk hatte die Entgegennahme von Bestellungen bereits Anfang Mai im Gespräch mit unserer Zeitung angekündigt.

2014 hatte Pilatus innerhalb von eineinhalb Tagen 84 Stück des Flugzeugs verkauft. Im Anschluss wurde das Bestellbuch geschlossen – bis erste positive Erfahrungsberichte von Betreibern vorliegen würden.

Schwenk: «Die Nachfrage ist phänomenal»

Nachdem man die ersten 84 PC-24 zum Stückpreis von 9 Millionen Dollar verkauft hatte, hat man nun weitere Verbesserungen vorgenommen. Nun hat Pilatus den Verkaufspreis für das Standardmodell bei 10,7 Millionen Dollar festgesetzt. Seit Februar 2018 wurden bis dato 30 Modelle des «PC-24 Super Versatile Jet» ausgeliefert, wie der Flieger offiziell heisst. Darunter stehen drei PC-24 als Ambulanzflugzeuge für den Royal Flying Doctor Service of Australia im Einsatz. Die gesamte Flotte sei mittlerweile über 5000 Stunden sicher geflogen, so das Unternehmen.

«Die Nachfrage nach dem PC-24 ist phänomenal», lässt sich Schwenk in der Mitteilung zitieren. «Die Resonanz der ersten 30 PC-24-Betreiber ist äusserst positiv, sie heben insbesondere die Vielseitigkeit sowie die grosse, ruhige Kabine und die unglaubliche Leistung des PC-24 hervor.» Die grosse Nachfrage, verbunden mit den Rückmeldungen, bestätigten die Strategie, welche mit dem PC-24 verfolgt werde. Im laufenden Jahr plant Pilatus, rund 40 weitere PC-24 abzuliefern. 2020 soll die Produktion auf 50 Flugzeuge ansteigen.

Zertifizierungen für weitere Belagsvarianten

Pilatus hat von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und der US-amerikanischen Federal Aviation Administration (FAA) das Initialzertifikat für den PC-24 für Starts und Landungen auf Naturpisten erhalten. Nachzertifizierungen für weitere Belagsvarianten, unter anderem auf Gras, werden laut der Mitteilung aktuell getätigt. Der PC-24 wurde zudem für Steilanflüge zertifiziert, wie sie beispielsweise für den Anflug auf den London City Airport notwendig sind.