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PHARMAZIE: Vifor will den Weltmarkt erobern

Bei Eisenpräparaten ist das Unternehmen mit Standort in St. Gallen bereits die Nummer eins, bei Mitteln gegen gewisse Nieren- und Herzerkrankungen peilt man diese Position an.
Thomas Griesser Kym
Blick in die Produktionsstätte der Vifor Pharma für eisenbasierte Wirkstoffe in St. Gallen. (Bild: Urs Bucher (St. Gallen, 28. Oktober 2016))

Blick in die Produktionsstätte der Vifor Pharma für eisenbasierte Wirkstoffe in St. Gallen. (Bild: Urs Bucher (St. Gallen, 28. Oktober 2016))

Thomas Griesser Kym

Spätestens 2020, vielleicht aber auch schon im Jahr davor, will Vifor Pharma mehr als 2 Milliarden Franken umsetzen. Damit setzt sich das Unternehmen ehrgeizige Wachstumsziele, betrug doch der Umsatz vergangenes Jahr «erst» 1,34 Milliarden Franken (+15 Prozent). Dennoch zeigen sich Firmenchef Stefan Schulze und der exekutive Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod überzeugt, die Ziele zu erreichen. «Wir haben auch in der Vergangenheit stets geliefert, was wir versprochen hatten», sagte Jornod an der Bilanzpressekonferenz.

Die Vifor-Chefs haben mehrere Wachstumstreiber identifiziert. Die beiden Mittel Ferinject und Veltassa sollen sich rasch zu Blockbustern entwickeln, also bald je über 1 Milliarde Umsatz pro Jahr einbringen. Ferinject ist ein Präparat gegen Eisenmangel, das intravenös verabreicht wird. 2017 setzte man damit 436 Millionen Franken um, ein Plus von einem Viertel. Inklusive Anteile von Vertriebspartnern waren es 696 Millionen. Vom globalen Marktwachstum von 13 Prozent habe Vifor über 90 Prozent ab­gegrast, sagt Jornod. Bei Eisenpräparaten ist Vifor schon die Weltnummer eins, bei Therapien gegen Nierenerkrankungen und Herzinsuffizienz sieht man sich auf dem Weg dazu, wenngleich es auf letzterem Gebiet noch geraume Zeit dauern dürfte. Die Basis dafür hat Vifor im Herbst 2016 mit dem Kauf der kalifornischen Biotechfirma Relypsa gelegt, die ihr US-Vertriebsnetz und Veltassa eingebracht hat. Die Anlaufkosten dieses Präparats haben sich vergangenes Jahr auf gut 230 Millionen Franken verdoppelt, doch wird es in immer mehr Ländern zugelassen und eingeführt. Dabei befruchten sich die einzelnen Geschäfte Vifors auch gegenseitig: «Über die Hälfte aller Patienten mit Herzinsuffizienz leiden auch unter Eisenmangel», sagt Schulz beispielsweise. Relypsa soll mittelfristig auch Vifors Profitabilität steigern.

Zusätzliches Wachstum verheisst eine geografische Ausdehnung, wobei Vifor auch mit lo­kalen Pharmafirmen im Vertrieb kooperiert. So ist etwa geplant, mit Hilfe von Zeria Pharmaceutical Ferinject in China und Japan einzuführen. Bei Mitteln gegen Nierenerkrankungen wiederum spielt ein gemeinsames Unternehmen mit Fresenius Medical Care eine zentrale Rolle. Dieses verknüpft das pharmazeutische Know-how der Vifor mit der Patientenversorgung von Fresenius.

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