Pharma sorgt sich um Arbeitsmarkt

BERN. Die Pharmaindustrie als wichtigste Exportbranche der Schweiz trotzt der schwachen Konjunktur. Ein grösseres Risiko stellt die Unsicherheit über die künftige Einwanderungspolitik der Schweiz dar. Das ist eins der Ergebnisse der Studie «Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweiz».

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BERN. Die Pharmaindustrie als wichtigste Exportbranche der Schweiz trotzt der schwachen Konjunktur. Ein grösseres Risiko stellt die Unsicherheit über die künftige Einwanderungspolitik der Schweiz dar. Das ist eins der Ergebnisse der Studie «Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweiz». Die Analyse wurde von den Forschungsinstituten BAK Basel und Polynomics im Auftrag von Interpharma, dem Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz, erstellt. Wie Stephan Vaterlaus, Geschäftsführer von Polynomics, gestern aufzeigte, liegt der Anteil ausländischer Mitarbeitenden in der Pharmaindustrie weit über dem der Gesamtwirtschaft. Bei Roche, Novartis und Actelion stammten im Jahr 2010 60% der Mitarbeitenden aus dem Ausland. Bis ins Jahr 2014 stieg ihr Anteil auf 65%. In der Gesamtwirtschaft beträgt der Anteil ausländischer Arbeitskräfte lediglich 22%. Insgesamt arbeiten heute mehr als 40 000 Personen in der Schweizer Pharmaindustrie, rund doppelt so viele wie vor 20 Jahren. Durch die Verflechtung mit anderen Branchen kommen noch einmal fast 140 000 Arbeitsplätze hinzu, die indirekt von der Pharmaindustrie abhängen. Und der Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften nimmt weiter zu. (sda)