PHARMA: Aufspaltung bringt schwarze Zahlen

Das Pharmaunternehmen Vifor und der Gesundheitsdienstleister Galenica haben positive Halbjahreszahlen vorgelegt. Galenica profitiert von seiner Strategie und Vifor vom Absatz seines Eisenpräparats.

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Seit der Teilung im April sind die beiden Konzerne Vifor Pharma und Galenica eigenständig unterwegs, wobei der Apothekenkonzern und Medikamentengrosshändler Galenica mit einem Halbjahresumsatz von gut 1,5 Milliarden Franken ungleich grösser ist als der St. Galler Pharmahersteller Vifor mit knapp 630 Millionen Franken Umsatz. Im Vorjahresvergleich konnten beide Unternehmen zulegen, allerdings ist Vifor mit einem Umsatzplus von fast 14 Prozent doppelt so stark gewachsen wie Galenica.

Vifor-Arznei bringt 200 Millionen Franken

Rückenwind erhielt Vifor insbesondere von seinem Hauptumsatztreiber, dem Eisenpräparat Ferinject. Das Medikament trug von Januar bis Juni fast 200 Millionen Franken zum Umsatz bei.

Etwa gleich stark war der Umsatzbeitrag des Partnerunternehmens Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma, das auf Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse spezialisiert ist. Während die Erträge des Schlüsselmedikaments Mircera gegen Blutarmut nur unwesentlich stiegen, konnte der Umsatz mit der Kautablette Velphoro gegen Eisenmangel um 80 Prozent auf knapp 40 Millionen Franken gesteigert werden.

War das Wachstum bei Vifor im ersten Halbjahr organischer Natur, setzte Galenica primär auf Akquisitionen und den Ausbau des Apothekennetzes. Im Januar hatte Galenica die Widnauer Ärztegrossistin Pharmapool für 28 Millionen Franken übernommen. Zudem kaufte der Konzern die Marken Merfen und Vita-Merfen. Sein Apothekennetz baute Galenica um 3 Standorte auf insgesamt 332 Apotheken aus. Als Folge verdoppelten sich zur Jahresmitte die Investitionen auf knapp 34 Millionen Franken. (sda)