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Petroplast Vinora ist bald Geschichte

ANDWIL SG. Das Konsultationsverfahren im Werk Andwil des Kunststoffverarbeiters und Verpackungsherstellers Petroplast Vinora hat wie von Miteigentümer Benno Schneider erwartet (vgl. Ausgabe vom 18. Februar) keine substanziellen Vorschläge zur Rettung von Arbeitsplätzen gebracht.
Thomas Griesser Kym

ANDWIL SG. Das Konsultationsverfahren im Werk Andwil des Kunststoffverarbeiters und Verpackungsherstellers Petroplast Vinora hat wie von Miteigentümer Benno Schneider erwartet (vgl. Ausgabe vom 18. Februar) keine substanziellen Vorschläge zur Rettung von Arbeitsplätzen gebracht. Als einzige Idee seitens der Belegschaft sei vorgeschlagen worden, eine Maschine für Kleinaufträge zu erhalten, was laut Schneider aber «nicht wirtschaftlich» gewesen wäre.

Damit verlieren 90 der 140 Mitarbeitenden in Andwil ihre Stelle. Laut Schneider werden die Kündigungen ab Ende März ausgesprochen, so dass sie per Ende Juni wirksam sind. 10 bis 15 Angestellten werde angeboten, vorläufig im Werk Jona, das ebenfalls 140 Beschäftigte hat, weiterzuarbeiten. Zudem werde es einzelne Frühpensionierungen geben, und im Rahmen des Sozialplans wird ein Jobcenter eingerichtet. Mehrere, besser qualifizierte Angestellte hätten bereits neue Stellen gefunden, und es lägen verschiedene Stellenangebote anderer Firmen vor.

Ein Teil der Produktion in Andwil, die bis Ende Juni auf Null heruntergefahren wird, wird nach Jona verlegt. Stand heute ist laut Schneider geplant, dass das Werk Jona die Produktion später ebenfalls drosselt und «im Frühling 2017» stillgelegt wird. Warenlager und Kundenstamm der Petroplast Vinora werden von der deutschen Papier-Mettler erworben, welche die Fabrikation ins Ausland verlagert. Der Mittelzufluss aus dem Verkauf sowie aus der beabsichtigten Veräusserung der Firmenareale sollte laut Schneider gerade reichen, um alle Gläubiger zu befriedigen, die Renten bei Frühpensionierungen auszugleichen und Härtefälle zu unterstützen. Ironie der Geschichte: Seit klar ist, dass Petroplast Vinora schliesst, erhält diese Aufträge en masse, weil sich Kunden noch eindecken wollen.

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