Personalvertreter beunruhigt über Holcim-Fusion

PARIS/JONA. Personalvertreter von Lafarge haben nach dem Vollzug der Fusion des französischen Zementkonzerns mit Holcim Befürchtungen geäussert. Es drohe eine Welle von Entlassungen.

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PARIS/JONA. Personalvertreter von Lafarge haben nach dem Vollzug der Fusion des französischen Zementkonzerns mit Holcim Befürchtungen geäussert. Es drohe eine Welle von Entlassungen. Angesichts der von den Wettbewerbsbehörden verlangten Verkäufen von Konzernteilen würden allein bei Lafarge etwa 10 000 Angestellte aus dem Unternehmen ausscheiden. Zudem würden zentrale Funktionen restrukturiert, hat doch die fusionierte Lafarge-Holcim den rechtlichen Sitz in Jona und den operativen Sitz in Zürich.

Diese Pläne würden allein weltweit zu einem Abbau von netto 380 Stellen führen, teilte die Personalvertretung am Wochenende mit.

Angesichts der verfügbaren Informationen und gestützt auf Analysen der europäischen Personalvertretung von Lafarge stünden weitere Kündigungswellen in den ersten Jahren von Lafarge-Holcim bevor, hiess es. Zudem besteht laut den Delegierten des Personals ein grosses Risiko, dass die Arbeitsbedingungen deutlich verschlechtert werden.

Holcim und Lafarge haben am letzten Freitag ihre globale Fusion abgeschlossen. (sda)

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