Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Personal und Unia wollen Zinctec in die Pflicht nehmen

Sozialplan Die umstrittene Art und Weise der angekündigten Einstellung des Betriebs der Egnacher Verzinkerei Zinctec AG hat die Gewerkschaft Unia auf den Plan gerufen. Gestern Nachmittag hat eine Delegation unter Sektionsleiter Stefan Brülisauer die Belegschaft zu einer Betriebsversammlung getroffen. Dabei haben die Beschäftigten die Unia mandatiert, mit der Firmenleitung über einen Sozialplan zu verhandeln, der bisher fehlt. Mit am Tisch sitzen soll laut Brülisauer eine gestern ad hoc gegründete Personalkommission. «Die Mitarbeitenden sind sehr enttäuscht von der Geschäftsleitung. Sie fühlen sich über den Tisch gezogen und im Stich gelassen.» Alle gut 40 Angestellten haben Ende Januar die Kündigung erhalten.

Laut Brülisauer will man zunächst den Kontakt zur Zinctec-Leitung unter Geschäftsführer und Verwaltungsrat Roman Heil herstellen und dann Verhandlungen aufnehmen. Ein Sozialplan erfordere Elemente wie Frühpensionierungen, Abgangsentschädigungen und Hilfe einer Outplacement-Beratungsfirma bei der Stellensuche. Die Unia fordert, dass Zinctec Zahlen betreffend des Geschäftsgangs und der Finanzen offenlegt, damit man sich ein Bild von der Lage des Unternehmens machen könne. Ausserdem existiere eine Fürsorgestiftung der Zinctec. Deren Zweck ist laut Handelsregister die Vorsorge zu Gunsten der Arbeitnehmenden und darüber hinaus deren Unterstützung in Notlagen wie unter anderem Arbeitslosigkeit. «Wir wollen wissen, wie viel Geld vorhanden ist», sagt Brülisauer.

Gewerkschaft klammert sich an einen Strohhalm

Noch besser wäre es laut dem Gewerkschafter freilich, wenn der Betrieb oder wenigstens ein Teil der Stellen zu retten wären. In diesem Kontext äussert Brülisauer die Hoffnung, dass sich vielleicht doch noch Investoren finden; angeblich gebe es Interessenten. «Die Frage ist allerdings, ob die Geschäftsleitung wirklich Verkaufsabsichten hegt oder den Betrieb lieber dichtmachen will.»

Zinctec-Chef Heil antwortete gestern auf einen Fragenkatalog per E-Mail, er habe diesen «zur Kenntnis genommen. Der Verwaltungsrat hat hierzu den Beschluss gefasst, diesbezüglich keine weiteren Informationen zu verbreiten.» Am Vortag hatte er die geplante Schliessung in einem Schreiben bestätigt, nachdem ihn unsere Zeitung mit anonym zugespielten Informationen darüber konfrontiert hatte. (T. G.)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.