Patente-König und Dübel-Erfinder gestorben

WALDACHTAL. Artur Fischer meldete mehr als 1100 Patente an. Das Europäische Parlament zeichnete ihn für sein Lebenswerk aus, und bis kurz vor seinem Tod beschäftigte sich der Dübel-Erfinder mit neuen Ideen.

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WALDACHTAL. Artur Fischer meldete mehr als 1100 Patente an. Das Europäische Parlament zeichnete ihn für sein Lebenswerk aus, und bis kurz vor seinem Tod beschäftigte sich der Dübel-Erfinder mit neuen Ideen. Wie sein Sprecher bestätigte, starb er am Mittwoch im Alter von 96 Jahren in Waldachtal im Schwarzwald. Fischer wurde mit seinen Kunststoffdübeln und dem «Fischertechnik»-Baukasten weltweit bekannt. Mehr als 1100 Patente und Gebrauchsmuster hat er in Deutschland angemeldet, darunter das Blitzlicht für Fotoapparate. Fischer wurde in Waldachtal-Tumlingen geboren und lebte dort bis zum Schluss.

Nach Realschulabschluss und Schlosserlehre musste der junge Mann zunächst in den Krieg. Die Erfindung des Synchronblitzes ermöglichte ihm 1948 die Gründung und den Aufbau einer eigenen Firma in seiner Heimat im Schwarzwald. Zehn Jahre später gelang ihm mit dem Dübel der nächste Coup. Fischer schuf auch Stahlanker und Bohrgeräte. «Ganz wichtig sind Partner – und Vertrauen», sagte Fischer einmal in einem Interview. «Ich hatte immer Partner, die mir vertraut haben, die mich mit Ideen und Geld unterstützt haben.» (dpa)

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