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Papiersparte macht Gewinn

Die CPH-Gruppe steigert im ersten halben Jahr den Gewinn deutlich. Zum ersten Mal seit vier Jahren schreibt auch die Papiersparte wieder schwarze Zahlen.
Rainer Rickenbach
Beim Papiergeschäft schreibt die CPH Chemie und Papier Holding AG wieder schwarze Zahlen. (Bild: Nadia Schärli)

Beim Papiergeschäft schreibt die CPH Chemie und Papier Holding AG wieder schwarze Zahlen. (Bild: Nadia Schärli)

Die Investoren trauen der Chemie und Papier Holding AG (CPH) einiges zu. Seit Jahresbeginn schoss der Aktienkurs um mehr als 65 Prozent in die Höhe (siehe Grafik). Gestern, nachdem das Unternehmen in Perlen die Halbjahreszahlen bekannt gegeben hatte, folgte ein weiterer Schub. Der Aktienwert legte um weitere 3,5 Prozent zu.

Die guten Halbjahreszahlen liefern die Erklärung für die Fortsetzung des Kursfeuerwerkes. Der Gruppenumsatz legte im Vorjahresvergleich um beachtliche 14 Prozent auf 264,1 Millionen Franken zu, der Betriebsgewinn schnellte sogar von 1,1 auf 27,8 Millionen in die Höhe. Vor allem machen die Zahlen deutlich, dass es der Firmenführung gelungen ist, ihre strategischen Ziele zu erreichen: Die Papiersparte schreibt wieder Gewinnzahlen und die Bereiche Verpackung sowie Chemie gewannen an Gewicht und senken die Abhängigkeit vom schwierigen Papiergeschäft. Die Wende vollzog sich rechtzeitig zum 200-Jahre-Jubiläum des Unternehmens.

Papiersparte mit knapp 15 Millionen Gewinn

Das Geschäft mit dem Zeitungs- und Magazinpapier steuerte in der Zeit von Januar bis Juni 14,8 Millionen Franken zum Unternehmensgewinn bei. Es ist der erste Spartengewinn seit vier Jahren, vor einem Jahr setzte es im gleichen Zeitraum noch ein Minus von 6 Millionen Franken ab. CEO Peter Schildknecht nennt drei Gründe, warum in der umsatzstärksten Sparte die Wende gelungen ist. «Weil mehrere Mitbewerber in Europa aufgegeben haben, hielten sich Angebot und Nachfrage einigermassen im Gleichgewicht. Dadurch zogen die Papierpreise an. Durch die Übernahme der Papierfabrik Utzenstorf können wir zudem den Rohstoff Altpapier in der Schweiz beziehen und brauchten weniger für die Transportkosten auszugeben. Und der stärkere Euro half uns im Exportgeschäft», so Schildknecht. CPH exportiert rund 80 Prozent des in Perlen hergestellten Papiers.

In der Schweiz ist das Unternehmen der einzig übrig gebliebene Hersteller von Pressepapier. Trotz der dominanten Marktstellung und den seit neun Jahren erstmals wieder gestiegenen Preisen bleibt es indes ein schwieriges Geschäft. Schildknecht: «Die Nachfrage wird weiter schrumpfen.» Mit der zunehmenden Digitalisierung haben es gedruckte Zeitungen immer schwerer. Einige Titel verschwinden ganz, die anderen verlieren an Auflage. Kurz, die Druckereien beziehen immer weniger Papier.

Mehrere Jahre lang hatten die Mitarbeitenden in der modernen Papierfabrik in Perlen ihren Beitrag zur Erhöhung der Produktivität geleistet, indem sie eine bis zwei Wochenstunden zusätzlich arbeiteten. Seit Anfang Jahr ist das nun nicht mehr nötig.

Internationale Position gestärkt

Schon länger auf der Gewinnspur bewegen sich die Unternehmensbereiche Chemie (Molekularsiebe) und Verpackung (für pharmazeutische Produkte). In der Chemiesparte blieb der Umsatz leicht hinter dem Vorjahr zurück, weil die neue Anlage in Bosnien im ersten Quartal hochgefahren und vor einem Jahr die Düngerproduktion eingestellt wurde. Trotzdem stieg der Spartengewinn um mehr als die Hälfte auf 5,5 Millionen Franken. In China hat CPH mit einer Übernahme den Vertrieb gestärkt. «Die Nachfrage in den Pharmamärkten war hoch und die Produktionskapazitäten des Bereichs Verpackung war gut ausgelastet», heisst es im CPH-Halbjahresbericht. Mit einer Mehrheitsbeteiligung in Brasilien fasste das Unternehmen Fuss auf dem südamerikanischen Markt. Im Bereich Verpackung gelang ein Rekordergebnis: Der Umsatz stieg im ersten halben Jahr um ein Fünftel auf 78,7 Millionen Franken, der Betriebsgewinn sogar um mehr als 75 Prozent auf 9,6 Millionen.

Für das zweite Halbjahr ist Schildknecht zuversichtlich. Er erwartet für das Jahresergebnis, stabile Währungen vorausgesetzt, einen steigenden Umsatz und einen deutlich höheren Gewinn als im vergangenen Jahr.

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