Paketzustellung

Doppelt so viele Päckli wären möglich: Quickpac sieht sich gerüstet für den Fall der Fälle

Sollte der Bundesrat wegen des Coronavirus erneut einen grossen Teil der Läden schliessen, dürften Onlinebestellungen sprunghaft zunehmen. Die private Paketzustellerin Quickpac sähe sich laut eigener Angabe in der Lage, das Zustellvolumen zu verdoppeln.

Thomas Griesser Kym
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Ein Quickpac-Mitarbeiter im jüngsten Depot der Firma in Dietikon.

Ein Quickpac-Mitarbeiter im jüngsten Depot der Firma in Dietikon.

Bild: Sandra Ardizzone (15. Dezember 2020)
«Wir verfügen über ausreichend Personal und Fahrzeuge, um die Anzahl der von uns derzeit täglich zugestellten Pakete kurzfristig auf bis zu 25'000 zu verdoppeln.»

Das sagt Bernard Germanier, Geschäftsführer der Quickpac AG, einer Division der einzigen privaten Schweizer Briefdienstleisterin Quickmail mit Sitz in St.Gallen. Zum Vergleich: Die Schweizerische Post hat vor Weihnachten 2020 an Spitzentagen jeweils über eine Million Pakete verarbeitet.

Und weiter sagt Germanier: «Durch unsere betriebsinternen Schutzmassnahmen konnten wir bisher verhindern, dass es in unseren Depots zu nachgewiesenen Virusübertragungen kam. Bei der Übergabe von Paketen gegen Unterschrift werden unsere Geräte vor den Augen der Empfänger desinfiziert.»

Elektroautos statt Dieselfahrzeuge

Quickpac stellt die Pakete mit Elektroautos zu und verfügt über eine Flotte von 175 Fahrzeugen. In diesem Zusammenhang kommt Germanier auch auf den Klimaschutz zu sprechen und spart nicht mit Eigenlob: «Wir tragen aktiv dazu bei, dass in der Schweiz mehr Pakete leise und auf der letzten Meile emissionsfrei zugestellt werden.»

Bedauerlicherweise, so Germanier, habe die fossile Paketzustellung 2020 unbemerkt von der Öffentlichkeit und den Regulationsbehörden jedoch eine Renaissance erlebt: «Niemals wurden in der Schweiz mehr Pakete mit dieselbetriebenen Fahrzeugen zugestellt als 2020», sagt Germanier.

Die Konkurrenz fährt mit Verbrennungsmotor

So seien in der Paketbranche etwa 1000 neue Lieferwagen mit Verbrennungsmotoren zugelassen worden, sagt Germanier. Damit spielt der Quickpac-Chef darauf an, dass die Post sowie Paketdienste wie DHL, DPD, FedEx oder UPS Päckli mit Lieferwagen zustellen, die Diesel verbrennen.