Ostschweizer zieht es in den Westen

Die auf Dorf- und Kleinläden spezialisierte Volg-Gruppe ist im letzten Jahr trotz grosser Konkurrenz von Grossverteilern und Discountern gewachsen. Der Umsatz stieg um 1,7 Prozent auf 1,29 Mrd. Franken.

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Winterthur. Trotz wachsender Konkurrenz blickt Volg optimistisch nach vorne und baut seine Infrastruktur entsprechend aus. Fenaco, die Mutter von Volg, investiert gegenwärtig 70 Millionen Franken in ein neues Verteilzentrum für Frischprodukte in Oberbipp BE und eine neue und grössere Verteilzentrale in Winterthur, dem Sitz der Gruppe.

Aktuell befindet sich die Volg-Gruppe auf Wachstumskurs. Erreicht wurde dieses Wachstum in erster Linie mit den 56 Läden der Agrola-Tankstellen, die ihren Umsatz um 15,2 Prozent steigerten. Die Läden mit langen Öffnungszeiten und anderem Sortiment als die Volg-Läden setzten im letzten Jahr 136 Mio. Fr. um.

Bei den Dorfläden, der Kernkompetenz der Volg- Gruppe, fiel das Wachstum bescheidener aus: Die Verkaufsstellen erzielten einen Umsatz von 1,15 Mrd. Franken, das sind nur 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Während der Umsatz also praktisch gleich blieb, hat die Zahl der Kunden aber um zwei Prozent zugenommen, wie an der Medienkonferenz vom Dienstag Volg-Geschäftsführer Ferdinand Hirsig bekanntgab.

Um sich von den Grossverteilern und Discountern abzuheben, setzt Volg auch in Zukunft auf Werte wie Nähe und Verbundenheit. Um die Produkte zusätzlich zu emotionalisieren, lässt Volg gegenwärtig bei allen lokalen Produkten ein Foto des Bauers oder der Bäuerin anbringen oder zeigt die Produktionsstätte, also etwa den Hühnerstall.

Vor allem die neue Frische-Zentrale in Oberbipp soll Volg bei seinem künftigen Wachstum helfen. Die Ostschweizer planen, ihr Einzugsgebiet mehr und mehr nach Westen auszudehnen. Alleine im Kanton Bern sind innerhalb von 15 Jahren 51 Standorte dazugekommen. Westlich des Baregg-Tunnels sehe man das grösste Potenzial, sagte Hirsiger. (sda)